100-Milliarden-Programm: Wie Deutschland seine Infrastruktur bis 2036 revolutioniert
Hans-Jürgen PeukertSo wird das Land das Sondervermögen investieren - 100-Milliarden-Programm: Wie Deutschland seine Infrastruktur bis 2036 revolutioniert
Deutschland hat ein Bundesinvestitionsprogramm in Höhe von 100 Milliarden Euro gestartet, um in den nächsten zwölf Jahren die Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen im Land zu modernisieren. Ab 2024 erhalten alle 16 Bundesländer jährliche Mittel, wobei die Zuweisungen ab 2028 bei etwa 2,3 Milliarden Euro pro Jahr liegen sollen. Die Gelder fließen in Straßen, Schulen, Krankenhäuser sowie klimafreundliche Projekte im gesamten Land.
Das unter dem Titel 'Zukunftsinvestitionen' geführte Programm verteilt die Mittel nach dem Bedarf der Länder. Baden-Württemberg wird beispielsweise in diesem Zeitraum 13,1 Milliarden Euro erhalten, während Nordrhein-Westfalen mit jährlich 533 Millionen Euro den größten Anteil erhält, sobald die volle Auszahlung erreicht ist. Auch andere Bundesländer wie Bayern (266 Millionen Euro) und Hessen (165 Millionen Euro) profitieren von beträchtlichen Zuwendungen.
Die Gelder werden auf zentrale Bereiche aufgeteilt. Für die Instandsetzung von Straßen und Brücken sind 700 Millionen Euro vorgesehen, während Schieneninfrastruktur und lokaler Nahverkehr weitere 300 Millionen Euro erhalten. Der Schulbau und die Sanierung von Privatschulen werden mit 300 Millionen Euro gefördert, Universitätskliniken erhalten 800 Millionen Euro für Modernisierungen. Zusätzlich sind 850 Millionen Euro für öffentliche Gebäude und Klimaschutz eingeplant, davon 250 Millionen Euro speziell für nachhaltige Heizsysteme. Auch Wohnungsbauförderung wird mit 300 Millionen Euro unterstützt. Die jährlichen Gesamtzuweisungen an die Kommunen belaufen sich im Durchschnitt auf 729 Millionen Euro, die aus den über die Laufzeit des Programms veranschlagten 8,75 Milliarden Euro stammen.
Ziel des Investitionsplans ist die landesweite Modernisierung der kritischen Infrastruktur und Dienstleistungen. Die Mittel fließen ab 2024 schrittweise, wobei die volle Verteilungshöhe bis 2028 erreicht wird. Die Bundesländer werden die Gelder gemäß den federalen Vorgaben in die Bereiche Verkehr, Bildung, Gesundheitswesen und Umweltprojekte lenken.