15 Millionen Euro für Quantensensoren: QSens bringt Zukunftstechnologie in die Praxis
Ludger Rörricht15 Millionen Euro für Quantensensoren: QSens bringt Zukunftstechnologie in die Praxis
Der Zukunftscluster QSens, eine gemeinsame Initiative der Universitäten Stuttgart und Ulm, hat zusätzliche Fördergelder in Höhe von 15 Millionen Euro eingeworben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte die Mittel, um die Quantensensor-Technologie näher an die praktische Anwendung zu bringen. Die Sensoren bergen großes Potenzial für Branchen wie Gesundheitswesen, erneuerbare Energien und das Internet der Dinge.
Der Cluster startete seine Arbeit bereits in einer ersten Phase mit dem Aufbau eines Innovationsnetzwerks. Dieses Ökosystem verbindet heute Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, mittelständische Betriebe und Start-ups. Zudem ist es Teil eines übergeordneten regionalen Quantenzentrums, zu dem auch das Center for Integrated Quantum Science and Technology (IQST) und das Zentrum für Angewandte Quantentechnologie (ZAQuant) in Stuttgart zählen.
In den kommenden drei Jahren liegt der Fokus der zweiten Phase auf biomedizinischen Anwendungen. Geplant sind Projekte zu Quantensensoren für die Steuerung intelligenter Prothesen und die Früherkennung von Krankheiten. Ziel ist es, diese Technologien aus den Laboren in die industrielle Praxis zu überführen.
Neben der Forschung strebt QSens die Gründung eines offiziellen Verbands an. Zudem soll die Plattform Quantum4KMU ausgebaut werden, die kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu Reinräumen und Hochtechnologie-Geräten bietet. Die ersten marktreifen Produkte des Clusters werden in der dritten Entwicklungsphase erwartet.
Die 15 Millionen Euro fließen in die Weiterentwicklung von Quantensensoren für den Alltagseinsatz. Die Arbeit des Clusters unterstützt Deutschlands Bestreben, durch die Initiative Clusters4Future eine Führungsrolle in der Innovationsförderung einzunehmen. Mit engerer Verzahnung von Forschung und Wirtschaft rückt die Markteinführung der Technologie nun in greifbare Nähe.






