23 January 2026, 23:10

500-Kilo-Fliegerbombe in Rastatt: Entschärfung ohne Evakuierungsalarm geplant

Eine große grüne Splitterbombe mit zylindrischem Metallkörper steht auf einem Tisch umgeben von anderen Gegenständen, mit einer Wand im Hintergrund und Text am unteren Bildrand.

Bomb in Rastatt Muss Nicht Gezündet Werden - 500-Kilo-Fliegerbombe in Rastatt: Entschärfung ohne Evakuierungsalarm geplant

Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Rastatt entdeckt

Bei Bauarbeiten für ein Schwimmbad in Rastatt ist eine 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe lag etwa fünf Meter tief im Erdreich. Nach Angaben der Behörden kann sie gefahrlos entschärft werden, ohne dass eine kontrollierte Sprengung notwendig ist.

Die Entdeckung erfolgte während routinemäßiger Erdarbeiten auf der Baustelle. Untersuchungen ergaben, dass sowohl der Zünder im Bug als auch der Heckzünder der Bombe unbeschädigt sind, was die Bombenentschärfung erleichtert.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst, eine Spezialeinheit der Landespolizei, übernimmt die Bergung. Die Evakuierung der Anwohner im Umkreis von 500 Metern bleibt bestehen, und die geplante Bombenentschärfung soll wie vorgesehen am Sonntag stattfinden. In Baden-Württemberg werden bei Bauprojekten regelmäßig nicht explodierte Kriegsrelikte gefunden. Tausende solcher Blindgänger liegen noch immer im deutschen Boden vergraben – oft in großer Tiefe – und stellen eine anhaltende Gefahr dar.

Da die Bombe in stabilem Zustand ist, kann auf eine Sprengung verzichtet werden. Die Behörden werden die geplante Bombenentschärfung fortsetzen, um die Sicherheit der umliegenden Bevölkerung zu gewährleisten. Solche Funde sind in Deutschland keine Seltenheit, wo auch Jahrzehnte nach Kriegsende noch immer Munition aus dieser Zeit auftaucht.