70 Millionen gefährliche Produktangebote: Wie Deutschlands Online-Plattformen versagen
Hans-Jürgen Peukert70 Millionen gefährliche Produktangebote: Wie Deutschlands Online-Plattformen versagen
Deutschlands fünf größte Online-Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Eine neue Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) zeigt, dass ein großer Teil dieser Angebote als unsicher oder illegal eingestuft wurde.
Der VZBV wertete Daten aus der EU-Produktentfernungsdatenbank aus, um zu prüfen, wie gut die Plattformen Sicherheitsvorschriften durchsetzen. Die Ergebnisse zeigen: 30 Millionen der gelöschten Angebote waren entweder als „gefährlich“ oder „verboten“ klassifiziert. Dennoch gibt es weiterhin Lücken bei der Abgleichung der Angebote mit der EU-Datenbank – mit der Folge, dass einige gefährliche Produkte weiterhin erhältlich sind.
Die Verbraucherschützer fordern nun schärfere Maßnahmen. Statt unsichere Artikel erst nach ihrer Veröffentlichung zu entfernen, soll verhindert werden, dass sie überhaupt online gestellt werden können. Der Bericht unterstreicht die anhaltenden Risiken für Kundinnen und Kunden durch unzureichende Kontrollen. Da nach wie vor Millionen gefährlicher Produkte durchrutschen, pocht der VZBV auf wirksamere präventive Prüfungen.
Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Online-Marktplätze zunehmend unter Druck geraten, ihre Sicherheitsstandards zu verbessern.






