71-Jährige überquert geschlossene Bahnschranke – Zug streift ihr Fahrrad
Hans-Jürgen Peukert71-Jährige überquert geschlossene Bahnschranke – Zug streift ihr Fahrrad
71-Jährige Radfahrerin entgeht bei Zusammenstoß mit Regionalzug in Ihringen nur knapp schwerer Verletzung
Am Freitagnachmittag ist eine 71-jährige Radfahrerin in Ihringen nur knapp einer schweren Verletzung entgangen, nachdem sie von einem Regionalzug erfasst wurde. Der Unfall ereignete sich gegen 16 Uhr, als die Frau versuchte, eine geschlossene Halbschranke an einem Bahnübergang zu überqueren – trotz rotem Signal und herabgelassenem Balken.
Die Radfahrerin fuhr trotz der Sperre auf die Gleise, woraufhin der Zug das Vorderrad ihres Fahrrads streifte und sie zu Boden riss. Der Lokführer leitete sofort eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern.
Die Frau blieb unverletzt, war aber sichtbar erschüttert. Ihr Fahrrad erlitt leichte Schäden, der Zug selbst blieb unbeschädigt. Dank der schnellen Reaktion des Fahrers kamen auch die Reisenden im Zug mit dem Schrecken davon.
Dennoch führte der Vorfall zu Verspätungen, da der Zugführer ausgetauscht werden musste. Die Polizei ermittelt nun gegen die Radfahrerin wegen des Verdachts der gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Solche Vorfälle sind in Deutschland kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Zwischenfälle, darunter ein Pkw, der bei Meppen auf die Gleise geriet, sowie ein Lkw, der in Insheim mit einem Zug kollidierte. Typischerweise sichern in solchen Fällen die Behörden die Unfallstelle, die Feuerwehr beräumt die Fahrzeuge, und der Zugverkehr wird vorübergehend für Sicherheitsprüfungen unterbrochen.
Die Radfahrerin kam mit dem Schrecken davon, doch der Vorfall führte zu Behinderungen im Bahnverkehr und löste polizeiliche Ermittlungen aus. Die Behörden warnen weiterhin vor den Gefahren unberechtigter Überquerungen von Bahnübergängen, die sowohl für Einzelpersonen als auch für den Zugbetrieb erhebliche Risiken bergen.






