84-Jähriger verliert 2,6 Millionen Euro durch perfiden Anlagebetrug über Fake-Plattform
Verena Kramer84-Jähriger verliert 2,6 Millionen Euro durch perfiden Anlagebetrug über Fake-Plattform
Ein 84-jähriger Mann hat durch einen raffinierten Anlagebetrug 2,6 Millionen Euro verloren. Der Schwindel zog sich über fast ein Jahr hin, wobei Kriminelle eine gefälschte Handelsplattform nutzten, um das Opfer zu täuschen. Die Behörden ermitteln nun im Rahmen einer groß angelegten Offensive gegen solche Betrugsmaschen.
Der Betrug begann im Juli 2024, als das ältere Opfer große Summen auf einer scheinbar seriösen Handelsplattform investierte. In den folgenden Monaten zahlte er wiederholt Geld ein – in dem Glauben, seine Investitionen würden wertvoller. Bis Juni 2025 versuchte er, die vermeintlichen Gewinne in Höhe von über 8 Millionen Euro abzuheben.
Statt sein Geld zu erhalten, wurde ihm mitgeteilt, er müsse hohe Gebühren und Steuern begleichen. Die Betrüger forderten immer wieder neue Zahlungen und behaupteten, diese seien nötig, um die Gelder freizugeben. Erst als er versuchte, auf seine angeblichen Erträge zuzugreifen, wurde der Schwindel offenbart.
Das Opfer erstattete Anzeige bei der Polizei, die nun den Fall untersucht. Zwar liegen noch keine genauen bundesweiten Zahlen für 2024 vor, doch allein das Kriminalpolizeiamt Nürnberg hat über 350 ähnliche Fälle auf mehr als 30 gefälschten Plattformen ermittelt. Deutsche Opfer solcher Betrugsmaschen erlitten dabei Gesamtverluste von über 34 Millionen Euro.
Die Ermittlungen zu diesem Fall laufen noch, während die Behörden versuchen, die Täter zu identifizieren. Der Vorfall zeigt das Ausmaß von Finanzbetrug, der Anleger über gefälschte Handelsplattformen ins Visier nimmt. Die Polizei warnt weiterhin vor unseriösen Anlageangeboten und rät zu besonderer Vorsicht.






