AfD legt in Umfragen zu – doch Kommunalwahlen zeigen klare Grenzen
Die rechtspopulistische AfD hat in bundesweiten Umfragen zugelegt und liegt nun mit zwei bis drei Prozentpunkten vor der Union aus CDU und CSU. Bei Kommunalwahlen hingegen erlebt die Partei immer wieder Niederlagen – zuletzt in der Uckermark. Die widersprüchlichen Ergebnisse fallen in eine Phase, in der politische Beobachter darüber diskutieren, wie auf den wachsenden Einfluss der AfD zu reagieren ist.
In der neuesten Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysierten Experten den Aufstieg der AfD und die möglichen Folgen für Deutschland. Zu Gast waren der AfD-Experte Gareth Joswig, die Investigativchefin Anne Fromm und der Parlamentarische Korrespondent Stefan Reinecke; moderiert wurde die Diskussion von Sabine am Orde.
Während die AfD bundesweit an Zustimmung gewinnt, tut sie sich auf kommunaler Ebene schwer. Zwar führt die Partei aktuell in Sachsen-Anhalt mit 41 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern mit 36 Prozent, doch bei den 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen, an denen sie in diesem Jahr teilnahm, konnte sie nur zwei Siege verbuchen. Eine dieser Niederlagen erlebte die AfD in der Uckermark, wo die amtierende CDU-Bürgermeisterin Karina Dörk ihren Sitz mit klarem Vorsprung vor dem AfD-Kandidaten Felix Teichner verteidigte.
Teichner, der sich im Wahlkampf als bodenständiger Kandidat präsentierte – er spielte sogar Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader auf dem Klavier –, scheiterte mit seinem Versuch, Dörk abzulösen. Diese wies Debatten über eine „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück und setzte stattdessen auf ihre nachgewiesene Kompetenz.
Trotz des bundesweiten Aufwindes der AfD wechseln die meisten Wähler, die CDU und CSU den Rücken kehren, nicht zur Rechtspopulisten. Umfragen deuten darauf hin, dass ein größerer Teil stattdessen der Wahl fernbleiben oder linke Parteien unterstützen wird.
Die aktuelle Folge von Bundestalk – verfügbar auf unserer Website, bei Spotify, Deezer und iTunes – geht diesen Entwicklungen nach. Die Runde erörterte, ob die lokalen Rückschläge der AfD ihren bundesweiten Aufstieg bremsen könnten und welche Strategien ihrer Anziehungskraft entgegenwirken könnten.
Die gemischten Ergebnisse der AfD – stark in bundesweiten Umfragen, schwach bei Kommunalwahlen – spiegeln eine gespaltene politische Landschaft wider. Während die Parteien ihre nächsten Schritte abwägen, bleibt die Debatte darüber, wie mit dem Aufstieg der AfD umzugehen ist, in vollem Gange. Die neueste Bundestalk-Folge bietet vertiefende Analysen zur weiteren Entwicklung der Partei und ihren Konsequenzen für die Zukunft Deutschlands.






