Amos Oz' Kibbuz-Erbe lebt in Bergisch Gladbach durch Literatur und Musik auf
Verena KramerAmos Oz' Kibbuz-Erbe lebt in Bergisch Gladbach durch Literatur und Musik auf
Ein literarischer Abend am 1. Mai widmet sich dem Erbe der israelischen Kibbuz-Bewegung durch die Werke von Amos Oz. Die Veranstaltung im Rathaus von Bergisch Gladbach präsentiert Lesungen aus Zwischen Freunden, einem Buch, das in den späten 1950er-Jahren spielt. Organisiert vom Katholischen Bildungswerk und dem Verein Ganey Tikva, verspricht der Abend eine Mischung aus Erzählkunst und Musik.
Die Kibbuz-Bewegung entstand bereits vor der Gründung Israels im Jahr 1948, als David Ben-Gurion die Unabhängigkeit des Staates ausrief. Diese kollektiven Siedlungen sollten eine egalitäre Gesellschaft schaffen, in der Menschen Ressourcen, Arbeit und Entscheidungen teilten. Amos Oz’ Zwischen Freunden fängt den Alltag und die Konflikte der Kibbuz-Mitglieder in dieser Zeit ein.
Eine der Geschichten, Esperanto, handelt von Martin, einem Schuhmacher, der davon träumt, eine Esperanto-Gruppe zu gründen – ein Symbol für den Idealismus der Bewegung. Doch die Vision des Kibbuz scheiterte letztlich am menschlichen Widerstand gegen die dauerhafte Unterordnung unter das Kollektiv.
Im Großen Ratssaal des Rathauses wird Heinz D. Haun Auszüge aus Oz’ Werk lesen. Arne Meinhardt und Anaïs Meinhardt begleiten den Abend musikalisch und verleihen den historischen und gesellschaftlichen Reflexionen zusätzliche Tiefe.
Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr und bietet den Besuchern die Gelegenheit, sich über Literatur und Musik mit Israels Vergangenheit auseinanderzusetzen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Kibbuz-Erbe werden sowohl die Träume als auch die Herausforderungen der Bewegung beleuchtet. Karten und weitere Informationen sind über die Veranstalter erhältlich.






