Anlagebetrug am Bodensee explodiert: Betrüger nutzen Fake-Handel und Liebesbetrug
Hans-Jürgen PeukertAnlagebetrug am Bodensee explodiert: Betrüger nutzen Fake-Handel und Liebesbetrug
Polizei am Bodensee verzeichnet starken Anstieg von Anlagebetrug – Betrüger setzen auf Fake-Handelsangebote und Liebesbetrug
Die Polizei im Bodenseekreis warnt vor einer dramatischen Zunahme von Anlagebetrugsfällen. Immer häufiger werden Anwohner mit gefälschten Handelsmöglichkeiten und sogenannten Romance-Scams ins Visier genommen. Allein in den vergangenen Wochen haben Opfer durch diese betrügerischen Machenschaften Verluste in Höhe von mehreren hunderttausend Euro erlitten.
In einem Fall überwies ein älterer Mann aus Überlingen eine sechsstellige Summe an eine Online-Bekanntschaft – ein klassischer Liebesbetrug. Ein weiterer Geschädigter, ein 60-Jähriger, verlor rund 1,2 Millionen Euro an Betrüger, die sich auf einer Handelsplattform als seriöse Broker ausgaben.
Die Maschen beginnen oft mit kleinen Investitionen, die scheinbar schnelle Gewinne abwerfen. Den Opfern werden zunächst geringe Beträge ausgezahlt, um Vertrauen aufzubauen, bevor sie dazu gebracht werden, deutlich höhere Summen zu überweisen. Die Ermittler betonen, dass bei diesen Betrugsmodellen häufig Kryptowährungen und Auslandsüberweisungen im Spiel sind, was die Rückverfolgung und Wiedererlangung des Geldes nahezu unmöglich macht.
Ein 57-Jähriger wurde beispielsweise von angeblichen Brokern über soziale Medien mit vermeintlich lukrativen Anlagen gelockt und um etwa 160.000 Euro betrogen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt zwar ein Unternehmensregister zur Überprüfung der Seriosität von Handelsplattformen bereit – doch viele Opfer verzichten auf eine vorherige Prüfung.
Paketdiebstahl in Friedrichshafen – Polizei sucht weitere Geschädigte In einem separaten Fall wird in Friedrichshafen ein Paketzusteller verdächtigt, ein Päckchen geöffnet und den Inhalt entwendet zu haben. Die Polizei bittet mögliche weitere Betroffene um Hinweise.
Betrunkener E-Scooter-Fahrer widerstand der Polizei In einem anderen Vorfall wurde ein 29-jähriger Mann nach einer alkoholisierten Fahrt mit einem E-Scooter festgenommen, bei der er durch randalierendes Verhalten auffiel. Er leistete Widerstand gegen die Beamten und muss sich nun wegen Strafanzeigen verantworten.
Behörden raten zu Vorsicht bei unseriösen Anlageangeboten Die Polizei warnt dringend vor unaufgeforderten Investmentangeboten, insbesondere wenn diese ungewöhnlich hohe Renditen versprechen. Auf der Kriminalpräventiven Beratungsseite der Polizei (www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/romance-scamming/) finden Bürger weitere Informationen, wie sie Romance-Scams erkennen und vermeiden können.
Angesichts der steigenden Fallzahlen wiederholt die Polizei ihre Warnungen vor dubiosen Anlagegeschäften. Im Bodenseekreis haben die Betroffenen bereits erhebliche finanzielle Verluste erlitten. Die Behörden ermitteln weiter und raten allen Bürgern, Handelsplattformen vorab zu prüfen und bei Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein, besonders skeptisch zu bleiben.






