Bad Saulgau bekommt 2026 eine hochmoderne MINT-Exzellenzschule für junge Talente
Verena KramerBad Saulgau bekommt 2026 eine hochmoderne MINT-Exzellenzschule für junge Talente
Neue MINT-Exzellenzschule in Bad Saulgau startet zum Schuljahr 2026/27
In Bad Saulgau entsteht zur Verfügung des Schuljahres 2026/27 eine neue MINT-Exzellenzschule, die besonders begabte Schülerinnen und Schüler mit einem starken Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern soll. Getragen vom Land Baden-Württemberg, bietet die Schule ein spezialisiertes Lehrprogramm mit enger Anbindung an Hochschulen und Unternehmen.
Der Unterricht beginnt zunächst mit einer einzigen 10. Klasse, bevor die Schule schrittweise wächst. Bis zum Schuljahr 2028/29 sind vier Klassen pro Jahrgangsstufe geplant – dann werden insgesamt 600 Schülerinnen und Schüler die Einrichtung besuchen. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem Robotik, künstliche Intelligenz und nachhaltige Technologien.
Das Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung begleitet die Entwicklung der Schule und ihr pädagogisches Konzept. Das Land Baden-Württemberg übernimmt die Personalkosten sowie den laufenden Betrieb; die Gesamtinvestitionen werden auf 65 bis 80 Millionen Euro geschätzt. Der Schulbesuch bleibt zwar gebührenfrei, für Internatsunterbringung und Verpflegung fallen jedoch – wie an staatlichen Gymnasien üblich – Kosten zwischen 632 und 989 Euro an.
Ab Oktober 2025 beginnt das Auswahlverfahren, das die fächerübergreifenden Kompetenzen der Bewerberinnen und Bewerber in Mathematik und Naturwissenschaften prüft. Verantwortlich für das Projekt ist das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, das bereits 35,5 Stellen für das Vorhaben bereitstellt. Kooperationen mit der Hochschule Ravensburg-Weingarten, der Universität Ulm sowie Unternehmen wie ZF Friedrichshafen und Airbus ermöglichen praxisnahe Lernformate.
Die MINT-Exzellenzschule Bad Saulgau setzt von Anfang an auf eine hochwertige MINT-Ausbildung und arbeitet eng mit Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft zusammen, um die Schülerinnen und Schüler auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Bis 2028 soll die Schule ihre volle Kapazität erreichen und begabten Jugendlichen in der Region eine strukturierte Bildungslaufbahn bieten.






