Bad Urach sagt Nein: Bürger stoppen geplantes Amazon-Verteilzentrum
Ludger RörrichtBürger in Bad Urach lehnen Amazons Pläne für ein Verteilzentrum ab - Bad Urach sagt Nein: Bürger stoppen geplantes Amazon-Verteilzentrum
Bürger von Bad Urach stoppen Amazon-Verteilzentrum
Bei einer lokalen Abstimmung hat eine knappe Mehrheit der Einwohner den Bau eines Amazon-Verteilzentrums abgelehnt – nach monatelangen hitzigen Diskussionen. Die Entscheidung stoppt ein Projekt, das zwar Arbeitsplätze versprochen hatte, aber auch Bedenken wegen des Verkehrsaufkommens und der Auswirkungen auf lokale Unternehmen weckte.
Die Volksabstimmung fand Mitte November statt: 52,5 Prozent der Wähler stimmten gegen das Amazon-Verteilzentrum, 47,5 Prozent dafür. Die Anlage sollte auf einem vier Hektar großen Gelände im Stadtteil Hengen entstehen und als regionales Sortier- und Verteilerzentrum dienen.
Amazon hatte zugesagt, am Standort 150 direkte Arbeitsplätze zu schaffen, zusätzlich zu bis zu 400 Stellen für Fahrer und Verwaltungskräfte. Befürworter, darunter auch einige lokale Politiker, argumentierten, das Projekt würde dringend benötigte Jobs bringen und die Steuereinnahmen der Stadt erhöhen. Gegner warnten hingegen vor mehr Verkehrsstaus und möglichen Nachteilen für kleine Einzelhändler. Die Debatte spaltete die Gemeinde monatelang, bis es zur finalen Abstimmung kam. Bürgermeister Elmar Rebmann hatte die Pläne ursprünglich unterstützt, doch das Votum der Bürger setzte sich durch – Amazon wird das Verteilzentrum in Bad Urach nun nicht bauen.
Die Ablehnung bedeutet, dass das vier Hektar große Gelände vorerst ungenutzt bleibt. Ohne das Verteilzentrum entfallen die versprochenen Arbeitsplätze und Steuervorteile. Letztlich waren es die Sorgen um den Verkehr, die die Mehrheit gegen das Projekt stimmte.