19 April 2026, 14:37

Baden-Württemberg kämpft mit neuen Maßnahmen gegen den Flächenfraß

Ein detaillierter Stadtplan mit einem zentralen grünen Bereich, der für die geplante Entwicklung markiert ist, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

Baden-Württemberg kämpft mit neuen Maßnahmen gegen den Flächenfraß

Baden-Württemberg verschärft Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs

Die Landesregierung hat neue Initiativen angekündigt, um Gemeinden dabei zu unterstützen, Platz zu sparen und den täglichen Flächenverbrauch zu senken. Ein Paket aus Vorschlägen – darunter finanzielle Anreize und digitale Werkzeuge – wurde kürzlich vom Kabinett verabschiedet, um das Problem anzugehen.

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Zwischen 2016 und 2020 gingen im Schnitt täglich 5,6 Hektar Land durch Neubebauung verloren. Um diesen Trend umzukehren, hat sich die Politik ein klares Ziel gesetzt: eine spürbare Verringerung des Flächenverbrauchs. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen erarbeitet nun einen Aktionsplan Flächen sparen, der verschiedene Instrumente und Strategien bündelt.

Ein zentraler Baustein ist die Einführung einer Entsiegelungsprämie mit einem jährlichen Budget von rund einer Million Euro. Zudem entsteht eine digitale Übersicht, die ungenutzte Innenbereichsflächen in Städten aufzeigt. Damit soll es Kommunen erleichtert werden, bestehende Flächen umzunutzen, statt sich weiter auszubreiten.

In ausgewählten Gemeinden starten bald Pilotprojekte. Diese "Modellvorhaben" erproben effiziente Methoden zur Reaktivierung oder Entsiegelung von Flächen und liefern praxisnahe Erkenntnisse für eine breitere Umsetzung.

Das Land setzt dabei auf eine Kombination aus Fördermitteln und digitaler Unterstützung, um eine klügere Flächennutzung zu fördern. Kommunen erhalten Beratung zur Innenentwicklung, während die Entsiegelungsprämie Anreize schafft, unnötige versiegelte Flächen zurückzubauen. Ziel ist es, den Druck auf Grünflächen zu verringern und eine nachhaltigere Stadtplanung voranzutreiben.

Quelle