Baden-Württemberg setzt mit neuem Integrationspakt auf langfristige Lösungen für Geflüchtete
Ludger RörrichtBaden-Württemberg setzt mit neuem Integrationspakt auf langfristige Lösungen für Geflüchtete
Baden-Württemberg erneuert Integrationspakt mit Kommunen
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11. Dezember 2025
Baden-Württemberg hat den Integrationspakt mit den Kommunen (PIK) erneuert, um die Integration von Geflüchteten im gesamten Deutschland zu stärken. Trotz finanzieller Belastungen der öffentlichen Haushalte sichert die Vereinbarung weiterhin Förderung und Unterstützung für lokale Initiativen. Landesvertreter und kommunale Führungskräfte haben sich verpflichtet, gemeinsam an langfristigen Lösungen für Neuankömmlinge in der Region zu arbeiten.
Der aktualisierte Pakt stellt den Städten und Gemeinden in den Jahren 2025 und 2026 jährlich rund 62 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel fließen in freiwillige Integrationsmaßnahmen wie Sprachkurse, Hilfsangebote für besonders schutzbedürftige Geflüchtete und gemeindebasierte Projekte. Im Gegenzug verpflichten sich die Kommunen, die Integrationsarbeit vor Ort konsequent voranzutreiben.
Der Pakt umfasst sechs zentrale Initiativen, darunter das Programm „Integrationsmanagement“ und die Aktion „BW schützt!“. Der Landesbeauftragte Ralf Broß betonte die entscheidende Rolle von Integrationsmanager:innen bei der Migration. Steffen Jäger wies darauf hin, dass stabile und ausreichende Ressourcen notwendig seien, um den wachsenden Herausforderungen in der Integrationsarbeit gerecht zu werden.
Parallel zum Pakt laufen bereits weitere Projekte: Eine Studie zur Integration im ländlichen Raum wird noch bis 2024 fortgeführt. Die „Integrationsoffensive“ fördert die Teilhabe von Jugendlichen, während ein Mentoring-Programm migrantische Pflegekräfte an acht Modellstandorten im Land unterstützt. Prof. Dr. Alexis von Komorowski schlug vor, einige dieser Maßnahmen durch Landesgesetze dauerhaft zu verankern.
Integrationsminister Manne Lucha unterstrich die Bedeutung des Pakts: „Erfolgreiche Integration ist essenziell für ein friedliches Zusammenleben in Baden-Württemberg.“ Bisher wurde keine konkrete Stadt genannt, die im Rahmen des Pakts besondere Maßnahmen umsetzt – die Förderung soll jedoch kommunale Eigeninitiativen anregen.
Der erneuerte Pakt garantiert für die nächsten zwei Jahre Finanzierung und einen gemeinsamen Rahmen für die Integrationsarbeit. Die lokalen Behörden erhalten finanzielle Unterstützung, um maßgeschneiderte Programme für ihre Gemeinden zu entwickeln. Das Land setzt weiterhin auf den Aufbau nachhaltiger Strukturen, um Geflüchtete und Migrant:innen in Baden-Württemberg langfristig zu begleiten.