18 March 2026, 16:32

Baden-Württemberg testet Flexibilität: Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren können

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenender Infrastruktur, Grünflächen und einer Brücke im Hintergrund.

Baden-Württemberg testet Flexibilität: Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren können

Neues Feldprojekt in Baden-Württemberg: Wie kleine Flexibilität das Stromnetz entlasten kann

In Baden-Württemberg läuft aktuell ein innovatives Feldprojekt, das untersucht, wie dezentrale Flexibilität das deutsche Stromnetz stabilisieren kann. Unter dem Namen LadeFlexBW konzentriert sich das Vorhaben auf Besitzer von Elektrofahrzeugen (E-Autos) und zielt darauf ab, die E-Mobilität unter realen Bedingungen in das Energiesystem zu integrieren. Teilnehmer erhalten finanzielle Anreize, wenn sie ihre Ladegewohnheiten anpassen – ganz ohne Wechsel des Stromanbieters oder Tarifs.

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Das Projekt richtet sich an private E-Auto-Besitzer in der gesamten Region. Anders als bei ähnlichen Modellen kommt es ohne intelligente Stromzähler aus und nutzt stattdessen das bestehende Standardlastprofil (SLP). Damit zeigt LadeFlexBW, wie Flexibilität auch im Rahmen der aktuellen Regulierung und Messtechnik funktionieren kann.

Skalierbar und praxistauglich ist das Konzept von LadeFlexBW: Es lässt sich auf alles anwenden – von einigen hundert bis zu zehntausenden Fahrzeugen. Das Projekt schafft für die Teilnehmer eine zusätzliche Einnahmequelle, indem ihre Ladeflexibilität unabhängig vom Strombezug vermarktet wird. Dies passt zum europäischen Trend, Nachfragesteuerung als zentralen Baustein der Energiewende zu etablieren.

Die Teilnehmer werden für ihre Flexibilität entschädigt, ohne dass sie neue Verträge abschließen oder Tarife ändern müssen. Stattdessen baut das System auf der bereits vorhandenen Infrastruktur auf.

LadeFlexBW bietet eine praktische Lösung, um Netflexibilität mit bestehender Technik zu testen. Durch die Belohnung von E-Auto-Fahrern, die ihr Ladeverhalten anpassen, trägt das Projekt dazu bei, Angebot und Nachfrage im Energiesystem besser auszubalancieren. Aktuelle Zahlen zu Teilnehmern und Zeitplänen wird die Landesenergiebehörde Baden-Württemberg im Verlauf des Pilotprojekts veröffentlichen.

Quelle