01 January 2026, 20:41

Baden-Württemberg und Frankreich kämpfen gemeinsam gegen EU-Handelsbarrieren

Ein Plakat mit einer über eine Brücke fahrenden Bahn mit Truss-Struktur, umgeben von Pflanzen, Häusern und Hügeln.

Baden-Württemberg und Frankreich kämpfen gemeinsam gegen EU-Handelsbarrieren

Vertreter aus Baden-Württemberg und Frankreich trafen sich am 17. November 2025 mit EU-Beamten in Karlsruhe, um Handelshemmnisse innerhalb des Binnenmarkts zu beseitigen. Die Gespräche knüpften an die jüngste Strategie der Europäischen Kommission an, die im Mai 2025 veröffentlicht wurde und darauf abzielt, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Europas durch die Vereinfachung grenzüberschreitender Verfahren zu stärken.

An der Konferenz nahmen Wirtschaftsbeteiligte und Vertreter der EU-Kommission teil, um anhaltende Hindernisse zu überwinden. Wirtschafts- und Industrieverbände präsentierten konkrete Praxisbeispiele, in denen langsame, komplexe oder uneinheitliche Vorschriften zu Verzögerungen führen. Baden-Württemberg, das fast die Hälfte seiner Exporte in die EU liefert, wies dabei besonders auf die Herausforderungen in der Grenzregion zu Frankreich hin.

Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, reichte ein Positionspapier mit konkreten Empfehlungen ein. Das Dokument skizzierte praktische Schritte zur Vereinfachung von Abläufen und zur Verbesserung des Marktzugangs. Sylvia M. Felder, Präsidentin der Regierungspräsidiums Karlsruhe, betonte die Notwendigkeit, die Attraktivität der Oberrhein-Region für Einwohner und Unternehmen zu erhalten. Es wurden keine spezifischen Unternehmen oder Organisationen als Teilnehmer der Sitzung genannt. Im Mittelpunkt stand jedoch die Beseitigung bürokratischer Hürden, die den Handel und Investitionen über die EU-Grenzen hinweg behindern.

Die Gespräche in Karlsruhe sollten die Strategie der Kommission in umsetzbare Lösungen überführen. Nun warten Beamte und Unternehmen auf weitere Maßnahmen, um den grenzüberschreitenden Handel zu erleichtern. Die exportstarke Wirtschaft Baden-Württembergs könnte besonders von den vorgeschlagenen Änderungen profitieren, sofern diese umgesetzt werden.