19 March 2026, 12:38

Baden-Württemberg wirbt mit #seiamstaat um moderne Justiz-Nachwuchskräfte

Alte detaillierte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Baden-Württemberg wirbt mit #seiamstaat um moderne Justiz-Nachwuchskräfte

Justizministerium Baden-Württemberg startet Kampagne #seiamstaat für moderne Nachwuchskräfte

Das Justizministerium Baden-Württemberg hat eine neue Nachwuchskampagne unter dem Hashtag #seiamstaat gestartet, um strategisch denkende und zukunftsorientierte Fachkräfte zu gewinnen. Justiz- und Migrationsministerin Marion Gentges stellte die Initiative vor und betonte die Bedeutung einer Stärkung der nächsten Generation im Justizbereich.

In diesem Jahr begannen 232 Auszubildende ihre dreijährige Ausbildung zum Justizfachwirt in der gesamten Region. Das Programm verzeichnete eine hohe Bewerberzahl – nur ein Bruchteil der Interessenten erhielt einen Platz.

Insgesamt bewarben sich 2.284 Personen um die 232 Ausbildungsplätze, die 2025 zur Verfügung stehen. Besonders hart umkämpft waren die Stellen in den Bezirken der Oberlandesgerichte. In Stuttgart setzten sich 142 Bewerber von 1.558 Kandidaten durch, in Karlsruhe wurden 90 von 726 Aspiranten ausgewählt.

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Die Auszubildenden erhalten während der dreijährigen Ausbildung ein monatliches Entgelt: Im ersten Jahr beträgt es 1.236,82 Euro brutto, im zweiten Jahr steigt es auf 1.290,96 Euro und im dritten auf 1.340,61 Euro. Nach erfolgreicher Ausbildung arbeiten Justizfachwirte im öffentlichen Dienst nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Die Ausbildung findet an 22 Standorten bei Amts- und Landgerichten statt. Wer die Grundausbildung abgeschlossen hat, kann sich weiterqualifizieren. Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ist ein sechsmonatiger Lehrgang möglich, um in den mittleren Justizdienst einzusteigen.

Die Kampagne #seiamstaat unterstreicht das Bestreben des Ministeriums, eine dynamischere und zukunftsfähige Belegschaft aufzubauen. Ziel ist es, Bewerber zu gewinnen, die den sich wandelnden Anforderungen des Justizsystems gerecht werden.

Die 232 neuen Auszubildenden beginnen nun ihre Vorbereitung auf Tätigkeiten im baden-württembergischen Justizapparat. Erfolgreiche Absolventen werden später im öffentlichen Sektor arbeiten und in rechtlichen sowie verwaltungstechnischen Bereichen des Landes mitwirken. Die Kampagne steht für einen umfassenderen Modernisierungskurs in der Personalgewinnung, um langfristig qualifizierte Fachkräfte zu sichern.

Quelle