Bayern und Baden-Württemberg starten digitale Gesundheitsrevolution mit ÖGDigital
Verena KramerBayern und Baden-Württemberg starten digitale Gesundheitsrevolution mit ÖGDigital
Baden-Württemberg und Bayern haben sich zusammengeschlossen, um ihre Gesundheitsämter mithilfe einer gemeinsamen Softwareplattform zu digitalisieren. Das Vorhaben zielt darauf ab, einheitliche Standards zu schaffen und den Arbeitsalltag in beiden Bundesländern effizienter zu gestalten. Gemeinsam decken sie fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung ab – damit handelt es sich um eine der größten Digitalisierungsinitiativen im Gesundheitsbereich, die das Land bisher gesehen hat.
Kern des Projekts ist ÖGDigital, ein neues cloudbasiertes Softwaresystem, das für alle Gesundheitsämter in Baden-Württemberg entwickelt wurde. Ab 2025 soll es schrittweise eingeführt werden und mehrere Fachanwendungen in einer einzigen Plattform vereinen. Das Ziel: Arbeitsabläufe vereinfachen, den Verwaltungsaufwand verringern und durchgängig digitale Prozesse gewährleisten.
Bayern wird dasselbe System übernehmen und ausbauen, indem es sein bestehendes Bürgerportal sowie die Software für das Wassermanagement in ÖGDigital integriert. Ein zentrales System zur Verwaltung von Anforderungen ermöglicht schnelle Updates, sodass die Software stets an neue Gesetze oder Aufgaben angepasst werden kann. Zwar haben andere Bundesländer Interesse signalisiert, doch bisher haben nur Bayern und Baden-Württemberg konkrete Pläne für die Übernahme der Lösung bekannt gegeben.
Die Bundesregierung fördert die Digitalisierungsoffensive mit rund 800 Millionen Euro bis 2026. Die Zusammenarbeit markiert einen bedeutenden Schritt hin zur Modernisierung der öffentlichen Gesundheitsverwaltung in Deutschlands beiden flächenmäßig größten Bundesländern.
Die Partnerschaft wird die Gesundheitsämter in beiden Regionen digital vernetzen und damit Millionen von Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Mit der schrittweisen Einführung ab kommendem Jahr soll das System Effizienz und Anpassungsfähigkeit steigern. Bisher bleiben Baden-Württemberg und Bayern die einzigen Bundesländer mit festen Plänen für diesen einheitlichen Ansatz.






