Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst trotz Chip-Krise – doch die Gewinne schrumpfen 2025
Bechtle verzeichnet gemischte Finanzzahlen für 2025
Der führende IT-Dienstleister für Behörden und Unternehmensunden, Bechtle, hat für das Jahr 2025 durchwachsene Geschäftszahlen vorgelegt. Zwar stieg das Gesamtgeschäftsvolumen um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, doch Umsatz und Gewinn vor Steuern entwickelten sich weniger dynamisch. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit Herausforderungen durch volatile Märkte für Speicherchips konfrontiert – und das, obwohl die globale Nachfrage nach KI-gestützten Halbleitern weiter zunimmt.
Im Jahr 2025 erhöhte Bechtle seinen Umsatz um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern ging jedoch um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurück. Als Gründe für diese Entwicklung nannte das Unternehmen unter anderem Lieferengpässe bei Speicherchips, deren Preise aufgrund der hohen Nachfrage aus Rechenzentren und KI-Infrastrukturen gestiegen sind.
Der Halbleitermarkt insgesamt hat in den vergangenen Jahren deutliche Verschiebungen erlebt. Nach einem Rückgang im Jahr 2023 – bedingt durch sinkende Absatzzahlen bei PCs, Smartphones und Tablets – hat die Nachfrage wieder stark angezogen. Treiber des Wachstums sind nun vor allem KI-Chips und Serveranwendungen. Asien verbraucht dabei 61 Prozent der weltweiten Halbleiterproduktion. Prognosen zufolge wird sich der Markt für mehrlagige Hochleistungsplatinen für KI-Server bis 2030 verdoppeln: von 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 7,0 Milliarden US-Dollar.
Für das Jahr 2026 rechnet Bechtle mit einem Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum von 0 bis 5 Prozent. Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz zeigt sich bei den Gewinnprognosen zurückhaltend und verweist auf die anhaltende Marktvolatilität. Dennoch hat sich das Unternehmen ein ehrgeiziges Langfristziel gesetzt: Bis 2030 – im Idealfall sogar früher – soll das Gesamtgeschäftsvolumen mindestens 10 Milliarden Euro erreichen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 4 Prozent.
Die Zahlen für 2025 spiegeln sowohl Wachstumschancen als auch Herausforderungen in einem sich wandelnden IT-Markt wider. Bechtle baut sein Geschäftsvolumen weiter aus, steht jedoch unter Druck durch steigende Kosten und Lieferprobleme bei Speicherchips. Mit dem Ziel, bis 2030 einen Umsatz von 10 Milliarden Euro zu erzielen, will das Unternehmen diese Hürden überwinden und gleichzeitig die Chancen in den Bereichen KI und Rechenzentrumsinfrastruktur nutzen.






