07 May 2026, 04:33

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Denkmal in einem Stadtplatz, das an Holocaust-Opfer erinnert, mit einem Baum davor, einem Topfpflanze auf dem Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Masten und Bäumen im Hintergrund.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung vor dem Abgeordnetenhaus

Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus wird künftig ein Platz den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. Die offizielle Umbenennungsfeier beginnt um 9:00 Uhr, gefolgt von einer Festversammlung um 11:00 Uhr. Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird während der Veranstaltung die Ehrenbürgerin Berlins, Friedländer, würdigen.

Während die meisten Feiern zum 1. Mai friedlich verliefen, nahm die Polizei mehrere Dutzend Personen vorläufig fest. Zudem leitete die Behörde rund 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten während der Kundgebungen ein.

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Die Umbenennungszeremonie findet im Plenarsaal statt, wo Friedländers Verdienste gewürdigt werden. Nach den Ansprachen wird in ihrer Anwesenheit die neue Namensplatte für den Platz enthüllt.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat für seine nächste Sitzung eine Debatte über die Ereignisse vom 1. Mai angesetzt. Die Abgeordneten werden die Demonstrationen bewerten, die sowohl friedliche Feiern als auch Ausschreitungen umfassten.

Laut Polizei verhielten sich die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer friedlich. Dennoch wurden Dutzende Personen vorübergehend festgenommen. Ermittlungsverfahren wurden unter anderem wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexueller Belästigung eingeleitet.

Die Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus beginnt eine Stunde später als üblich, um 11:00 Uhr. Diese Anpassung ermöglicht es, die morgendlichen Gedenkveranstaltungen abschließen zu können.

Der neue Name des Platzes wird als dauerhafte Erinnerung an Margot Friedländers Vermächtnis in Berlin dienen. Unterdessen wird die anstehende Parlamentsdebatte das Spannungsfeld zwischen öffentlicher Feierkultur und polizeilicher Ordnungspflicht an Maifeiertagen thematisieren.

Die Polizei prüft weiterhin die Vorfälle, die zu Festnahmen und strafrechtlichen Ermittlungen führten. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Quelle