Berlin plant 20.000 neue Wohnungen am Tempelhofer Feld – doch die Freifläche bleibt geschützt
Hans-Jürgen PeukertBerlin plant 20.000 neue Wohnungen am Tempelhofer Feld – doch die Freifläche bleibt geschützt
Berlin plant großes Wohnprojekt am Tempelhofer Feld
Die Hauptstadt erwägt ein umfangreiches Bauvorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhofer Feld. Geplant sind über 20.000 neue Wohnungen auf einem Teil des Areals. Der Schritt folgt auf jahrelange Debatten über die Bebauung des Gebiets.
Eine aktuelle Umfrage zeigt eine deutliche öffentliche Unterstützung für das Vorhaben. Mehr als die Hälfte der Befragten spricht sich dafür aus, am Rand des Feldes Wohnraum zu schaffen, während der Großteil der Fläche als Freiraum erhalten bleiben soll.
Der Entwurf konzentriert sich auf die Bebauung eines Drittels des Tempelhofer Felds. Eine Architektengruppe hat Pläne für rund 21.000 Wohnungen auf diesem Abschnitt vorgelegt. Die verbleibenden 200 Hektar Wiesenfläche blieben gemäß dem Tempelhof-Gesetz geschützt.
2014 hatte ein Bürgerentscheid noch jede Bebauung des Geländes blockiert. Nun prüft Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, ob das Projekt finanziell umsetzbar ist. Auch der Finanzsenator des Landes untersucht die Kosten und mögliche Finanzierungsmodelle.
Die öffentliche Meinung scheint sich in den letzten Jahren gewandelt zu haben. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass mittlerweile 59 Prozent der Menschen eine „maßvolle Bebauung an den Rändern“ befürworten, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Das Vorhaben könnte mehr als 50.000 Berliner:innen in den neuen Wohnungen unterbringen.
Sollte das Projekt genehmigt werden, wäre dies ein bedeutender Einschnitt für das Tempelhofer Feld. Das Land Berlin würde die Entwicklung leiten und sicherstellen, dass die zentrale Wiesenfläche unangetastet bleibt. Finanzielle Machbarkeitsstudien werden entscheiden, ob der Wohnungsbauplan vorankommt.






