Berlin stoppt Millionenprojekt Luisenblock-Ost-II – und spart 600 Millionen Euro
Ludger RörrichtBerlin stoppt Millionenprojekt Luisenblock-Ost-II – und spart 600 Millionen Euro
Pläne für den Parlamentsanbau Luisenblock-Ost-II in Berlin werden gestoppt
Die Pläne für den Erweiterungsbau Luisenblock-Ost-II im Berliner Regierungsviertel sind vom Tisch. Die Politiker Julia Klöckner (CDU) und Omid Nouripour (Grüne) treiben die Aufgabe des Projekts voran – mit dem Ziel, Kosten zu sparen und die öffentlichen Haushalte zu entlasten.
Das geplante Gebäude sollte auf einem zentralen Grundstück im Regierungsviertel entstehen, nördlich der Spree, zwischen der Luisenstraße, den S-Bahn-Gleisen und dem Bahnhof Friedrichstraße. Doch die steigenden Ausgaben haben das Vorhaben nun zu Fall gebracht.
Durch die Streichung des Projekts erhoffen sich die Verantwortlichen Einsparungen von mindestens 600 Millionen Euro bei den direkten Baukosten. Weitere Ersparnisse könnten hinzukommen, da Inflation und mögliche Verzögerungen die Endkosten noch weiter in die Höhe getrieben hätten.
Von der Entscheidung unberührt bleibt der benachbarte Bau Luisenblock-Ost-I. Dort entstehen Büros für den Bundestag sowie abhörsichere Sitzungsräume, und die Arbeiten sollen wie geplant beginnen. Die Fertigstellung ist für 2034 vorgesehen.
Die Abschaffung von Luisenblock-Ost-II entlastet den Staatshaushalt um Hundertmillionen. Noch unklar ist, wie das frei werdende Gelände künftig genutzt wird. Die angrenzenden Parlamentsbauten werden jedoch wie vorgesehen realisiert. Nun geht es darum, die bestehenden Projekte innerhalb engerer Budgetgrenzen zu steuern.






