08 January 2026, 08:54

Betrüger zocken Verkäufer auf Online-Kleinanzeigen ab – so funktioniert die Masche

Ein gelbes Auto auf der rechten Seite einer Anzeige mit schwarzem Text in der Mitte.

Betrüger zocken Verkäufer auf Online-Kleinanzeigen ab – so funktioniert die Masche

Zwei Menschen aus dem Landkreis Böblingen sind auf Betrugsmaschen auf Online-Kleinanzeigenportalen hereingefallen und haben dabei Geld verloren. Eine 27-jährige Frau aus Herrenberg und ein 64-jähriger Mann aus Weil im Schönbuch wurden jeweils beim Versuch, Waren zu verkaufen, übers Ohr gehauen. Die Vorfälle zeigen, wie groß die Betrugsgefahr auf beliebten Handelsplattformen ist.

Die Frau hatte ein Kinderspielzeug inseriert, als sich ein vermeintlicher Käufer meldete. Nach der Preisvereinbarung wurde sie aufgefordert, eine "Testüberweisung" unter Angabe ihrer TAN durchzuführen. Erst später bemerkte sie, dass die Transaktion gefälscht war und ihr Geld verschwunden war.

Der Mann versuchte, Motorradstiefel über eine ähnliche Plattform zu verkaufen. Ein Betrüger überredete ihn, eine dreistellige Überweisung mithilfe einer Transaktionsnummer zu autorisieren. Sobald das Geld überwiesen war, war der Käufer nicht mehr erreichbar – der Verkäufer blieb auf den Kosten sitzen. In beiden Fällen gingen die Betrüger nach demselben Muster vor: Zuerst einigten sie sich mit den Verkäufern auf einen Preis, forderten dann unter falschen Vorwänden über einen Link Bank- oder Kreditkartendaten an. Die Opfer bemerkten den Schwindel erst, nachdem sie die Transaktionen abgeschlossen hatten.

Die Fälle sind ein Warnsignal für die zunehmende Betrugsgefahr auf Kleinanzeigenportalen. Beide Geschädigten erstatteten Anzeige bei der örtlichen Polizei. Die Behörden raten Verkäufern, keine finanziellen Daten preiszugeben oder Zahlungen zu tätigen, bevor die Seriosität des Käufers überprüft wurde.