Umfrage: Ein Drittel will Boris Palmer in der Landespolitik - Boris Palmer: Comeback der Grünen-Trümpfe trotz Parteiaustritts?
Boris Palmer bleibt eine prägende Figur in der Politik Südwestdeutschlands – trotz seines Austritts aus der Grünen-Partei im vergangenen Jahr. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 39 Prozent der Wähler in der Region ihn nach der nächsten Landtagswahl in der Landesregierung sehen möchten. Mit einem Bekanntheitsgrad von 79 Prozent ist er der drittbekannteste Politiker der Region.
Palmers politische Laufbahn begann als Landtagsabgeordneter, bevor er 2007 zum Oberbürgermeister Tübingen gewählt wurde. Einst galt er als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, doch nach internen Konflikten verließ er die Grünen im Mai 2023. Seitdem amtiert er als parteiloser Bürgermeister.
Die Unterstützung für Palmer reicht über Parteigrenzen hinweg: Rund 60 Prozent der FDP-Wähler befürworten eine mögliche Rolle in der Landespolitik, bei Grünen, CDU und SPD liegt die Zustimmung jeweils bei etwa der Hälfte. Nur 18 Prozent der Befragten lehnen eine solche Position ab. Trotz früherer Spannungen hat Palmer inzwischen Interesse an einer Rückkehr zu den Grünen signalisiert. Führende Parteivertreter zeigen sich ebenfalls offen für eine Versöhnung. Er unterstützte bereits Cem Özdemir, den Spitzenkandidaten der Grünen, und plant, gemeinsam mit ihm Wahlkampf zu führen. Für die Kommunalwahlen im März 2024 hat Palmer jedoch keine Kandidatur für eine Partei angekündigt. Seine künftige Rolle in der Landespolitik bleibt ungewiss – doch die öffentliche Rückendeckung deutet auf erheblichen Einfluss hin.
Die Umfrage unterstreicht Palmers anhaltende Popularität und die breite, parteiübergreifende Unterstützung für sein Comeback in der Landespolitik. Seine nächsten Schritte – ob Rückkehr zu den Grünen oder Weiterarbeit als Parteiloser – könnten die politische Landschaft der Region maßgeblich prägen. Bis dahin bleibt er als Tübinger Oberbürgermeister und einflussreiche öffentliche Stimme eine Schlüsselfigur.