Bosch fusioniert Benzin- und Dieselsysteme zu neuer Powertrain-Abteilung
Hans-Jürgen PeukertBosch fusioniert Benzin- und Dieselsysteme zu neuer Powertrain-Abteilung
Bosch hat Pläne bekannt gegeben, seine Sparten Benzinsysteme und Dieselsysteme zu einer einzigen Einheit zusammenzuführen. Die neue Abteilung, Powertrain Solutions, soll wachsende Kundennachfrage bedienen und die Unternehmensabläufe straffen. Die Umstrukturierung tritt am 1. Januar 2023 in Kraft.
Durch die Fusion werden zwei große Bosch-Bereiche unter einer Führung gebündelt, um Prozesse zu vereinfachen. Erik Rein wurde mit der Umsetzung des Übergangs beauftragt. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen und ein einheitliches Qualitätsmanagementsystem zu schaffen – anstelle der bisherigen Notwendigkeit, an zwei separate Spartenleiter zu berichten.
Die neue Abteilung Powertrain Solutions wird rund 88.000 Mitarbeiter beschäftigen und sich auf die Erweiterung des Bosch-Angebots im Antriebsstrangbereich über alle Marktsegmente hinweg konzentrieren. Das Unternehmen erwartet, durch die Neuordnung agiler zu werden und schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können.
Das Bosch-Werk in Budweis (Tschechien) arbeitet bereits nach einem einheitlichen Modell: Die Hälfte der Umsätze stammt aus Abgasnachbehandlungssystemen für Diesel, die andere Hälfte aus benzinbezogenen Komponenten wie Kraftstoffpumpen und Ansaugmodulen.
Bis zum Jahresbeginn 2023 muss Bosch die neue Organisationsstruktur finalisieren sowie Beschilderungen und Richtlinien in den Werken anpassen. Die Fusion soll die Abläufe standardisieren und das Unternehmen näher an seine Kunden bringen. Die gebündelte Abteilung wird effizienter arbeiten und ein breiteres Leistungsspektrum bieten.






