17 June 2026, 17:10

Bremer Buchladen provoziert mit Verfassungsschutz-Satire und riesigem Minister-Porträt

Ein Schaufenster für Prinz Weimar

Bremer Buchladen provoziert mit Verfassungsschutz-Satire und riesigem Minister-Porträt

Ein Bremer Buchladen hat ungewöhnte Aufmerksamkeit erregt, nachdem er unter Beobachtung des deutschen Verfassungsschutzes geraten ist. Der Goldene Laden wurde kürzlich mit dem ironischen Titel „Bester Buchladen unter Beobachtung“ ausgezeichnet. Die Inhaberin, Ausma Zvidrina, nimmt die ganze Sache mit Humor – sie verkauft sogar Merchandise-Artikel, die auf die Überwachung anspielen.

Der jüngste Vorfall begann, als Kulturminister Wolfram Weimer den Laden von der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises 2026 ausschloss. Als Reaktion hissten sechs Personen ein großes Stofftransparent an der Giebelwand des Gebäudes. Die Fassade ziert nun ein riesiges Porträt Weimers, umgeben von handschriftlichen Zitaten wie „Das soll überhaupt kein Kulturkampf sein“ und „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde“.

Trotz der prominenten Darstellung führt der Laden ironischerweise keines von Weimers Büchern. Zvidrina hat seine Schriften öffentlich als „Müll“ abgetan. Stattdessen verkauft der Goldene Laden nun Tassen mit dem Spruch „Der Goldene Laden – empfohlen vom Verfassungsschutz“.

Die provokante Reaktion des Buchladens hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Die neue Fassade und die Merchandise-Artikel nehmen sowohl die Überwachung als auch den Ausschluss vom Preis mit spitzer Zunge auf. Die Installation bleibt bestehen – als kühne Botschaft der Inhaberin.

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