Bundeswehr rüstet auf: Neue Sturmgewehre ersetzen veraltete G36-Modelle
Verena KramerBundeswehr rüstet auf: Neue Sturmgewehre ersetzen veraltete G36-Modelle
Die deutschen Streitkräfte bereiten sich auf ein großes Upgrade ihrer Sturmgewehre vor. Mehr als die Hälfte der bestellten 1.750 G95k-Gewehre ist bereits an die Truppen ausgeliefert worden. Dieser Wechsel markiert einen Wandel in der Bewaffnung, bei dem neue Modelle ältere Systeme ersetzen.
Heckler & Koch hat das HK433 entwickelt, ein Sturmgewehr der vierten Generation im Kaliber 5,56×45 mm, das erstmals 2017 vorgestellt wurde. Es feuert etwa 700 Schuss pro Minute und ist mit Standard-Magazinen vom AR15-Typ kompatibel. Sein modularer Aufbau ermöglicht schnelle Anpassungen, darunter verschiedene Läufe, Griffe und Schnittstellen für Optiken.
Das Unternehmen brachte zudem das HK437 auf den Markt, eine Variante des HK433 im Kaliber .300 Blackout, die speziell für Polizeieinheiten und Spezialkräfte konzipiert wurde. Im Gegensatz zur MP5SD kann es sowohl Überschall- als auch Unterschallmunition verschießen und bietet damit eine bessere Reichweite und Präzision. Das HK416A7, nun als G95k bezeichnet, wird unterdessen als leichtes Sturmgewehr für Spezialeinheiten eingeführt.
Trotz dieser Fortschritte hat das Bundesministerium der Verteidigung das Programm "System Sturmgewehr Bundeswehr" vorerst gestoppt. Diese Initiative sollte eigentlich einen Nachfolger für das veraltete G36-Gewehr finden. Alle drei Sturmgewehr-Familien von Heckler & Koch bleiben weltweit im Einsatz.
Das G95k wird bereits genutzt, wobei mehr als die Hälfte der bestellten Gewehre ausgeliefert wurde. Das HK433 und das HK437 bringen neue Fähigkeiten mit, darunter Modularität und verbesserte Munitionsoptionen. Diese Updates deuten auf einen bedeutenden Wandel in der Ausstattung der deutschen Streitkräfte hin.






