CDU-Politiker fordert selektive Rückführung syrischer Geflüchteter nach Berlin-Gesprächen
Hans-Jürgen PeukertCDU-Politiker fordert selektive Rückführung syrischer Geflüchteter nach Berlin-Gesprächen
Jürgen Hardt, der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat sich für eine strukturierte Rückführung syrischer Geflüchteter aus Deutschland ausgesprochen. Diese Forderung äußerte er in einem Interview am Montag, dem 30. März 2026, kurz vor dem Staatsbesuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin. Hardt begründete seine Position damit, dass viele Geflüchtete aufgrund der verbesserten Lage in Teilen Syriens keinen Anspruch auf Asyl mehr hätten.
Während des Besuchs wird al-Sharaa mit Bundeskanzler Friedrich Merz zusammenkommen, um über die Rückführung von Geflüchteten und die politische Zukunft Syriens zu beraten.
Hardt betonte, dass die Stabilisierung Syriens bedeute, dass die ursprünglichen Fluchtgründe für einige Geflüchtete in Deutschland nicht mehr bestünden. Er schlug vor, die Rückführung vorrangig für diejenigen zu prüfen, die mit Integrationsproblemen, Arbeitslosigkeit oder begrenzten Perspektiven in Deutschland kämpften. Finanzielle Unterstützung solle seiner Meinung nach direkt an die Betroffenen fließen – und nicht an die syrische Regierung –, um ihnen einen eigenständigen Wiederaufbau zu ermöglichen.
Der Politiker verwies zudem auf die ethnische Vielfalt Syriens und darauf, dass keine einzelne Gruppe eine Mehrheit stelle. Für einen dauerhaften Frieden müsse, so Hardt, sichergestellt werden, dass alle Gemeinschaften an der Gestaltung der Zukunft des Landes beteiligt würden und ihre Rechte geschützt seien. Die regionale Stabilität hänge zudem davon ab, dass Syrien friedliche Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten aufrechterhalte.
Hardt räumte ein, dass Geflüchtete, die sich in den deutschen Arbeitsmarkt integriert hätten, bleiben dürften. Gleichzeitig erwarte er von der Bundesregierung, dass sie im Rahmen der Berliner Gespräche auf al-Sharaa einwirke, um inklusive Wiederaufbaumaßnahmen voranzutreiben.
Die Gespräche zwischen al-Sharaa und Merz werden sich auf konkrete Schritte zur Rückführung von Geflüchteten sowie auf den politischen Weg Syriens konzentrieren. Hardts Vorschläge umfassen gezielte finanzielle Hilfen und ein selektives Vorgehen bei der Rückführung. Die Ergebnisse könnten sowohl die langfristige Flüchtlingspolitik Deutschlands als auch die Nachkriegsentwicklung Syriens prägen.






