Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Ausschreitungen und Evakuierung auf den Flugplatz
Verena KramerChaos beim Fusion-Festival: Brände, Ausschreitungen und Evakuierung auf den Flugplatz
Fusion-Festival nach vorübergehender Unterbrechung von Ausschreitungen und Bränden betroffen
Das Fusion-Festival erlebte in dieser Woche Turbulenzen, nachdem es am Donnerstagabend vorübergehend ausgesetzt werden musste. Mehrere Brände brachen aus, woraufhin alle Besucher auf einen nahegelegenen Flugplatz evakuiert werden mussten. Die Behörden meldeten seitdem zahlreiche Vorfälle, darunter Vandalismus und Drogendelikte.
Das Festival wurde aufgrund von Brandgefahr abrupt gestoppt. Während sich die Menge zum Flugplatz begab, sollen mehrere Personen eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Ein Beamter, der die Schäden dokumentieren wollte, wurde angegriffen und erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei schätzte den durch den Vandalismus entstandenen Sachschaden später auf etwa 500 Euro.
Die Sicherheitskräfte waren während der gesamten Veranstaltung im Einsatz. Rund 70 Bundespolizisten waren am Bahnhof Neustrelitz stationiert, um den Verkehr und die Sicherheit zu regeln. Bei Kontrollen stellten die Beamten 48 Fälle von Fahrern unter Drogeneinfluss fest. Zudem wurden bei stichprobenartigen Überprüfungen zehn Straftaten und ein Ordnungswidrigkeitsverstoß dokumentiert.
Auch der Zoll war beteiligt und leitete 24 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Acht weitere Anzeigen folgten wegen Drogenbesitzes oder -handels. Die Veranstalter bestätigten, dass der Abzug der etwa 65.000 Besucher bis Mittwoch abgeschlossen sein werde.
Die vorzeitige Unterbrechung des Festivals löste eine schnelle Reaktion der Behörden aus. Es kam zu mehreren Festnahmen und Strafverfahren im Zusammenhang mit den Vorfällen. Veranstalter und Polizei arbeiten weiterhin eng zusammen, um die sichere Auflösung der großen Menschenmenge zu gewährleisten.
