06 February 2026, 21:38

Christian Eichner verlässt den Karlsruher SC nach sechs stabilen Jahren als Cheftrainer

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feierlich mit einer "Ligue 1"-Plakette im Hintergrund.

"Schöner Moment": KSC-Trainer Eichner stolz auf Jubiläum - Christian Eichner verlässt den Karlsruher SC nach sechs stabilen Jahren als Cheftrainer

Christian Eichner tritt nach sechs Jahren als Cheftrainer des Karlsruher SC zurück. Sein Abschied markiert das Ende der längsten Amtszeit eines Trainers in der deutschen 2. Bundesliga. Der 48-jährige Badener, der den Verein in verschiedenen Funktionen insgesamt 23 Jahre lang diente, hinterlässt ein Erbe der Stabilität und stetigen Entwicklung.

Eichner übernahm das Amt des Cheftrainers im Dezember 2018 und machte sich mit konsequent soliden Platzierungen im Mittelfeld der Tabelle einen Namen. Unter seiner Führung erreichte der KSC in der Saison 2020/21 den dritten Platz und qualifizierte sich damit für die Relegationsspiele. Zudem belegte das Team 2022/23 den fünften Rang und platzierte sich regelmäßig in den Top 10 – eine Beständigkeit, mit der der Verein Mannschaften wie Bochum oder Fortuna Düsseldorf überflügelte.

Die Vereinsführung gewährte Eichner volle Handlungsfreiheit und verzichtete auf Einmischung in den Trainingsalltag. Sein Ansatz zielte darauf ab, den Fans attraktiven Fußball zu bieten und ihnen Grund zu geben, stolz auf ihr Team zu sein. Zwar blieb der Gewinn großer Titel aus, doch der KSC blieb wettbewerbsfähig – auch wenn Aufstiegsaspiranten wie der FC St. Pauli oder Fortuna Düsseldorf in der Gesamtbilanz oft die Nase vorn hatten.

Vor seinem Abschied hatte Eichner nach der jüngsten 0:1-Niederlage noch eine stärkere Reaktion der Mannschaft gefordert. Für das anstehende Spiel gegen Fortuna Düsseldorf kehrte Mittelfeldspieler Dzenis Burnić nach einer Sperre zurück, während die Einsatzfähigkeit von Teamkollege Lilian Egloff weiterhin ungewiss blieb.

Eichner verlässt den Karlsruher SC nach einer langen und stabilen Amtszeit. Seine Zeit beim Verein war geprägt von Höhen wie der Relegationsteilnahme und einem Ruf für Kontinuität in einer hart umkämpften Liga. Nun steht der KSC vor einem Übergang und muss sich ohne seinen diensterfahrensten Trainer den künftigen Herausforderungen stellen.