Christiane Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden
Hans-Jürgen PeukertChristiane Angerer soll neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs werden
Christiane Angerer soll nächste Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) werden. Der Vorschlag, der von CDU/CSU und SPD unterstützt wird, folgt auf das bevorstehende Ausscheiden der aktuellen Präsidentin Bettina Limperg Ende August. Angerers lange juristische Laufbahn umfasst Tätigkeiten als Staatsanwältin, Richterin und leitende Justizverwaltungsbeamtin.
Ihre Karriere im Justizdienst begann Angerer 1993 als Staatsanwältin in München. Später wirkte sie als Richterin am Landgericht München II und am Oberlandesgericht München. Vor ihrer aktuellen Position leitete sie das Bayerische Prüfungsamt für Rechtsreferendare.
Ihre akademische Laufbahn schließt eine Promotion an der Freien Universität Berlin ein. Zudem arbeitete sie im Bayerischen Staatsministerium der Justiz und bei der Europäischen Kommission. 2023 wurde sie zur Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg ernannt.
Der Richterwahlausschuss, der sich aus 16 Landesjustizministern und 16 Bundestagsabgeordneten zusammensetzt, soll sie am 10. Juni zur BGH-Richterin wählen. Das Bundesjustizministerium hat dem Vorschlag bereits zugestimmt. Eine abschließende Kabinettsentscheidung wird ihre Ernennung zur Präsidentin bestätigen.
Bei Bestätigung wird Angerer im September die Nachfolge von Bettina Limperg antreten. Ihre Erfahrung in führenden justiziellen Positionen sowie ihr Hintergrund in den bayerischen und europäischen Rechtssystemen qualifizieren sie für das Amt. Die endgültige Entscheidung liegt nach der Abstimmung des Ausschusses am 10. Juni beim Kabinett.






