Christmette im ARD-Fernsehprogramm löst Empörung wegen nassem Reispapier-Christkind aus
Hans-Jürgen PeukertChristmette im ARD-Fernsehprogramm löst Empörung wegen nassem Reispapier-Christkind aus
Eine im Fernsehen übertragene katholische Christmette auf ARD hat scharfe Kritik wegen ihrer ungewöhnlichen Darstellung der Weihnachtsgeschichte ausgelöst. Das Bistum Rottenburg-Stuttgart erhielt rund 1.400 Beschwerden, nachdem die Sendung das Christkind in feuchtes, durchscheinendes Reispapier gehüllt zeigte. Zuschauer äußerten Empörung, Verwirrung und Enttäuschung über die Darstellung im Fernsehprogramm heute. Im Mittelpunkt der Kontroverse stand die für das Fernsehen adaptierte Liturgie, die vielen als zu weit gehend erschien. Statt einer traditionellen Darstellung lag das Christkind auf Stroh und war mit nassem, durchsichtigem Reispapier bedeckt. Das Bistum räumte später ein, dass die kreativen Entscheidungen die Grenzen des Akzeptablen überschritten hätten. Der ehemalige CDU-Politiker Maximilian Mörseburg verurteilte die Übertragung und warf Kirchenvertretern vor, den Glauben ins Absurde zu verzerren. Er betonte, dass Weihnachten von Schönheit und Ehrfurcht geprägt sein solle – nicht von experimentellen Deutungen. Seine Äußerungen spiegelten die weitverbreitete Verärgerung unter Zuschauern wider, die sich in ihren religiösen Empfindungen missachtet fühlten. Als Reaktion kündigte das Bistum an, die Entscheidungsprozesse für künftige Fernsehgottesdienste strenger zu gestalten. Verantwortliche bedauerten, dass die Sendung Anstoß erregt habe, und gaben zu, sie habe Irritation und Unverständnis ausgelöst. Der Vorfall hat eine Überprüfung der Frage angestoßen, wie liturgische Traditionen für Fernsehprogramme angepasst werden sollten. Das Bistum wird nun strengere Richtlinien für Fernsehübertragungen einführen, um ähnliche Rückschläge zu vermeiden. Die Affäre hat die Spannungen zwischen moderner Präsentation und traditionellen Erwartungen in der religiösen Berichterstattung offengelegt. Künftige Christmetten auf ARD werden vor der Ausstrahlung vermutlich einer genaueren Prüfung unterzogen.