20 June 2026, 04:29

CSD Dresden: Warum die Besucherzahlen für hitzige Debatten sorgen

CSD Dresden: Video missbraucht für Falschinformationen über Teilnehmerzahlen

CSD Dresden: Warum die Besucherzahlen für hitzige Debatten sorgen

Ein Video, das einen kleinen Paradewagen mit nur wenigen Teilnehmern zeigt, hat eine Debatte über die Besucherzahlen beim Dresdner Christopher Street Day (CSD) ausgelöst. Einige Nutzer in sozialen Medien behaupteten, 250.000 Menschen hätten teilgenommen – doch keine offizielle Quelle bestätigte diese Zahl. Lokale Behörden und Medien berichteten dagegen von deutlich niedrigeren Besucherzahlen.

Die Hauptparade des CSD fand am Samstag, dem 6. Juni, zwischen 12 und 16 Uhr auf dem Altmarkt statt. Laut MDR und Sächsischer Zeitung nahmen Tausende teil; die Schätzungen stammten von Polizei und Veranstaltern. Die Parade umfasste mehr Wagen und Teilnehmer als in den Vorjahren.

Kleinere Kundgebungen am 4. und 5. Juni waren kurzfristig angemeldet worden. Ihnen war ein Rechtsstreit mit der sächsischen Landesdirektion vorausgegangen. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht entschied später, dass der gesamte CSD als Versammlung zu werten sei und gab damit der Versammlungsfreiheit Vorrang vor anderen Belangen.

Auf der Website der Veranstaltung heißt es, dass seit 1994 rund 260.000 Menschen an CSD-Demonstrationen in Dresden teilgenommen haben. Zudem hätten seit 2004 etwa 310.000 Besucher das politische Straßenfest besucht. Die Stadt Dresden bestätigte, niemals 250.000 Teilnehmer für die diesjährige Veranstaltung genannt zu haben.

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Das kursierende Video zeigt eine kleine Gruppe, die am 5. Juni auf den Altmarkt einläuft – nicht jedoch die Hauptparade. Weder offizielle Berichte noch Medienberichterstattung stützen die Zahl von 250.000 Besuchern. Die Schätzungen von Veranstaltern und Polizei lagen vielmehr im Bereich von einigen Tausend, nicht von Hunderttausenden.

Quelle