15 May 2026, 18:41

Daimler ruft 200.000 Autos wegen gefährlicher Takata-Airbags zurück

Ein Sicherheitsairbag ist im Bild zu sehen.

Daimler ruft 200.000 Autos wegen gefährlicher Takata-Airbags zurück

Daimler erweitert die Rückrufaktion für Fahrzeuge mit potenziell defekten Takata-Airbags. Betroffen sind rund 200.000 Autos in den USA und Kanada. Dies folgt auf frühere Rückrufe wegen desselben Problems, das weltweit bereits zu Todesfällen und Verletzungen geführt hat.

Ursache des Problems sind die Airbag-Gasgeneratoren von Takata, die mit zu großer Wucht explodieren können. Bei der Auslösung können Metallteile in den Innenraum des Fahrzeugs geschleudert werden. Das Unternehmen macht langfristige Einwirkung von hoher Hitze und Feuchtigkeit für den Defekt verantwortlich.

Die US-amerikanische Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) hat den Rückruf von bis zu 40 Millionen weiteren Takata-Airbags angeordnet. Damit handelt es sich um die größte Rückrufaktion in der Geschichte der US-Automobilbranche. Mindestens elf Todesfälle und Dutzende Verletzungen stehen im Zusammenhang mit den fehlerhaften Bauteilen, vor allem in den USA.

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Daimler hatte bereits 2015 rund 840.000 Fahrzeuge in den USA wegen defekter Fahrer-Airbags zurückgerufen. Nun liegt der Fokus auf den Beifahrer-Airbags. Der Konzern hat für das laufende Geschäftsjahr hunderte Millionen Euro für die Rückrufkosten zurückgestellt.

Auch andere Automobilhersteller wie Volkswagen und BMW haben wegen desselben Problems groß angelegte Rückrufaktionen durchgeführt. Der japanische Zulieferer Takata selbst steckt aufgrund der anhaltenden Krise in finanziellen Schwierigkeiten. Ein Ende des Rückrufprozesses ist noch nicht absehbar.

In Europa wurden bisher keine Zwischenfälle im Zusammenhang mit diesem Defekt gemeldet. Das kühlere und trockenere Klima in der Region verringert das Risiko eines Airbag-Versagens.

Der erweiterte Rückruf betrifft 200.000 Daimler-Fahrzeuge in Nordamerika. Die Besitzer erhalten Benachrichtigungen zum Austausch der defekten Airbags. Unterdessen verschärfen sich die finanziellen Probleme von Takata, während sich die Rückrufaktion weiter hinzieht.

Quelle