Deutsche Bahn und Baden-Württemberg planen Schienen-Offensive für mehr Pünktlichkeit
Hans-Jürgen PeukertDeutsche Bahn und Baden-Württemberg planen Schienen-Offensive für mehr Pünktlichkeit
Deutsche Bahn und Baden-Württemberg beraten über Verbesserungen im Schienennetz
Die Deutsche Bahn und das Land Baden-Württemberg haben sich zu einem Gipfel getroffen, um die laufenden Modernisierungsmaßnahmen im regionalen Schienennetz voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Pläne zur Steigerung der Zuverlässigkeit sowie die Bewältigung anstehender Bauarbeiten. Dabei ging es auch um Vorbereitungen für das Projekt Stuttgart 21, allerdings wurden keine neuen Angaben zum Eröffnungstermin bekannt gegeben.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bahnvorstand Richard Lutz leiteten die Diskussionen und erörterten Möglichkeiten, den Zugverkehr im Südwesten Deutschlands zu optimieren. Beide Seiten betonten, dass die derzeit hohe Bauaktivität trotz der damit verbundenen Herausforderungen langfristige Vorteile bringe.
Eine Arbeitsgruppe prüft nun, wie der erwartete Anstieg der Baustellen im kommenden Jahr bewältigt werden kann. Allein für Stuttgart 21 wird sich die Zahl der aktiven Baustellen verdoppeln, da die Arbeiten am neuen Bahnhof Fahrt aufnehmen. Die Infrastrukturabteilung der Deutschen Bahn versprach eine bessere Koordination, darunter frühere Ankündigungen von Streckensperrungen.
Zudem soll in Kürze die Finanzierung der dritten Phase des Projekts Digitaler Knoten Stuttgart finalisiert werden. Die digitale Aufrüstung zielt darauf ab, die Kapazität des unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhofs zu erhöhen und die Pünktlichkeit im S-Bahn-Netz zu verbessern. Der für 2026 geplante Inbetriebnahmetermin wurde mit dem Aufsichtsrat ausführlich erörtert.
Neben Gleis- und Bahnhofsmodernisierungen sind auch barrierefreie Zugänge und sichere Fahrradabstellplätze an wichtigen Knotenpunkten vorgesehen.
Der Gipfel bestätigte das fortgesetzte Engagement, das Schienennetz zu modernisieren und dabei die Belastungen für Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Angesichts der sich intensivierenden Bauarbeiten verpflichteten sich die Verantwortlichen zu transparenterer Kommunikation und besserer Abstimmung. Im Fokus bleibt die termingerechte Umsetzung von Großprojekten wie Stuttgart 21 und dem Digitalen Knoten.






