Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert
Hans-Jürgen PeukertDeutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt passiert
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie am 7. Juni verpasst. Das Gesetz sollte Lohnungleichheiten in Betrieben sichtbarer machen. Nun sehen sich die Verantwortlichen aufgrund ungelöster Abstimmungsprobleme mit Verzögerungen konfrontiert.
Die EU-Lohntransparenzrichtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, Maßnahmen für eine klarere Gehaltsberichterstattung einzuführen. Ziel ist es, ungerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen Beschäftigten aufzudecken und zu verringern. Deutschland hätte die Regelungen eigentlich bis Anfang Juni umsetzen sollen.
Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hatte bereits Vorbereitungen für die Gesetzgebung getroffen. Doch weitere Abstimmungen zwischen den Ressorts und Beteiligten erwiesen sich als notwendig. Dieser zusätzliche Koordinierungsbedarf verhinderte, dass das Land die gesetzte Frist einhalten konnte.
Da die Frist nun abgelaufen ist, muss Deutschland die noch ausstehenden Schritte abschließen, bevor die Richtlinie in Kraft treten kann. Die Verzögerung bedeutet, dass Unternehmen und Beschäftigte länger auf die neuen Transparenzregeln warten müssen. Einen überarbeiteten Zeitplan für die Umsetzung haben die Behörden bisher nicht bekannt gegeben.






