10 May 2026, 22:29

DGB attackiert Regierungsreformen: "Soziale Ungerechtigkeit wird verschärft"

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Hinweisschild im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, was auf eine Protestaktion hindeutet.

DGB attackiert Regierungsreformen: "Soziale Ungerechtigkeit wird verschärft"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die jüngsten Reformvorschläge von CDU/CSU und SPD scharf kritisiert. In einem Entwurfsbeschluss warf die Organisation der Bundesregierung tiefe interne Zerwürfnisse und das Versäumnis vor, zentrale soziale Fragen anzugehen.

Der DGB-Beschluss verweist auf den wachsenden finanziellen Druck auf Versicherte im Gesundheitssystem. Besonders problematisch seien steigende Zuzahlungen und gekürzte Leistungen, die für Beschäftigte eine erhebliche Belastung darstellten. Die Gewerkschaft bezeichnete die einmalige Prämie von 1.000 Euro sowie den Kraftstoffrabatt der Regierung als unzureichende Maßnahmen, die in der Bevölkerung kaum auf Zustimmung gestoßen seien.

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Mit Nachdruck lehnte der DGB Kürzungen bei der gesetzlichen Rente ab und forderte stattdessen ein stabiles und schrittweise steigendes Leistungsniveau. Eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters oder zusätzliche finanzielle Belastungen durch verpflichtende private Vorsorgemodelle wurden kategorisch abgelehnt. Auch Pläne zur Abschaffung des Acht-Stunden-Tags, zur Streichung von Feiertagen oder zur Schwächung bestehender Arbeitnehmerschutzrechte wies der Beschluss zurück.

Kritik übte der DGB zudem an den Vorhaben zur Einführung eines teilweisen Krankengelds, das seiner Ansicht nach Beschäftigte dazu drängen würde, trotz Krankheit zu arbeiten. Die Gewerkschaft betonte, dass Unternehmen ihrer Verantwortung nicht gerecht würden und die wirtschaftliche Last einseitig auf die Arbeitnehmer abgewälzt werde. Zudem habe die Regierung Chancen verpasst, mit den Sozialpartnern ausgeglichene und konsensorientierte Lösungen zu erarbeiten.

Die Position des DGB spiegelt die wachsende Sorge um Arbeitnehmerrechte und wirtschaftliche Gerechtigkeit wider. Der Beschluss fordert stärkere Schutzmechanismen und eine gerechtere Verteilung der Kosten zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten. Die Kritik der Gewerkschaft erhöht den Druck auf die Regierung, ihre Reformpläne grundlegend zu überdenken.

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