Die Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Führungsstreit und Reformen im Fokus
Hans-Jürgen PeukertDie Linke wählt neuen Co-Vorsitzenden – Führungsstreit und Reformen im Fokus
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung endet mit der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden als Nachfolger von Jan van Aken.
Van Aken hatte im April seinen Rücktritt bekannt gegeben und dabei gesundheitliche Gründe angeführt. Er betonte, dass seine Erkrankung nicht lebensbedrohlich sei. Sein Ausscheiden hat einen innerparteilichen Führungsstreit ausgelöst.
Luigi Pantisano, Bundestagsabgeordneter der Partei, hat seine Kandidatur für das Amt erklärt. Sein Ziel ist es, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen zu gewinnen. Die sich wandelnde Mitgliederstruktur – mit einem wachsenden Anteil junger und weiblicher Mitglieder – hat zu Spannungen zwischen etablierten Kräften und Neuankömmlingen geführt.
Auf der Tagesordnung stehen zudem debatten über die Außenpolitik, insbesondere die Haltung der Partei zu Israel. Ein weiterer zentraler Punkt ist ein geplanter Deckel für die Diäten der Abgeordneten. Dem Vorschlag zufolge sollen Einkommensteile, die über dem nationalen Nettodurchschnittslohn liegen, in einen sozialen Parteifonds fließen.
Der Parteitag dauert drei Tage. Neben der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden könnten auch Beschlüsse zu politischen Inhalten und den Abgeordnetenbezügen gefasst werden. Die Ergebnisse könnten die Ausrichtung der Partei in den kommenden Jahren prägen.






