17 June 2026, 16:38

"Die Parabel der Säure": Ein radikal ehrliches Theaterstück über fette Körper und gesellschaftliche Tabus

Wien-Festival: Überleben unter den Fettklumpen

"Die Parabel der Säure": Ein radikal ehrliches Theaterstück über fette Körper und gesellschaftliche Tabus

„Die Parabel der Säure“ – ein provokantes Stück über fette Körper bei den Wiener Festwochen

Im Odeon hat im Rahmen der Wiener Festwochen die Uraufführung von Die Parabel der Säure stattgefunden, einer Inszenierung der französischen Regisseurin Rébecca Chaillon. Das Stück erkundet das Leben und die Körper von Menschen, die sich als fett identifizieren, und lässt sich von Octavia Butlers Roman Parabel des Sämanns inspirieren.

Die Vorstellung beginnt damit, dass die Schauspieler:innen sich für ihre Körper entschuldigen. Anschließend spielen sie Szenen aus der Abnehm-Show The Biggest Loser nach. Während der fast dreistündigen Aufführung stellen die sieben Darsteller:innen selbst Butter her und nutzen sie auf kreative Weise.

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Ein weiteres Element der Performance ist eine Verlosung, bei der Zuschauer:innen je nach Körpergewicht Lebensmittel gewinnen können. Gegen Ende des Stücks posieren die Schauspieler:innen in Bodybuilder-Haltungen, bedeckt mit ihrer selbstgemachten Butter.

Chaillon bezeichnet die Arbeit als eine rebellische Science-Fiction-Performance. Der Titel Die Parabel der Säure verweist auf Themen wie Wut, Frustration und Bitterkeit. Die Produktion stellt mit ihrem mutigen und unkonventionellen Ansatz gängige Vorstellungen von Fettsein infrage. Durch eine Mischung aus Humor, Gesellschaftskritik und persönlichen Erzählungen entsteht ein eindringliches Erlebnis. Die Aufführung bereichert das diesjährige Festivalprogramm um einen bemerkenswerten Beitrag.

Quelle