04 May 2026, 06:30

Dobrindt hält an harten Abschiebungen und Grenzkontrollen fest

Alte Deutschlandkarte mit schwarzen Grenzen, zeigt detaillierte Straßen und Autobahnen.

Dobrindt hält an harten Abschiebungen und Grenzkontrollen fest

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Haltung zu Grenzkontrollen und Abschiebungen bekräftigt. Kritik an jüngsten Abschiebungen wies er zurück und betonte, dass Straftäter abgeschoben werden müssten, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Unterdessen spalten die Debatten über Kürzungen im Sozialbereich und Reformen der Migrationspolitik weiterhin die politische Führung.

Dobrindt verteidigte die Abschiebepolitik der Regierung und beharrte darauf, dass die Ausweisung ausländischer Straftäter für die Sicherheit unverzichtbar sei. Allein in diesem Jahr seien rund 8.000 Haftbefehle an der Grenze vollstreckt worden. Zudem bestätigte er, dass Abschiebungen nach Afghanistan fortgesetzt würden, wofür direkte Gespräche mit den Taliban nötig seien.

Der Minister bleibt bei seiner Forderung, die Grenzkontrollen beizubehalten – trotz des langfristigen Ziels der Bundesregierung, das europäische Migrationssystem zu reformieren. Langfristig soll es zwar keine Binnengrenzkontrollen mehr geben, doch Dobrindt lehnt kurzfristige Änderungen ab.

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Kritik kommt vor allem von der Opposition, darunter SPD-Chefin Bärbel Bas. Sie bezeichnete die geplanten Sozialkürzungen als „unmenschlich und zynisch“ und verschärfte damit die Spannungen in der Sozialpolitik. Dobrindt warnte jedoch davor, die sachliche Debatte in Wortgefechte abgleiten zu lassen. Stattdessen forderte er die Parteien auf, sich nach den Diskussionen auf praktische Lösungen zu konzentrieren.

Auch Arbeitsmarktreformen stehen auf der Agenda des nächsten Koalitionsausschusses. Die Regierung will wirtschaftliche Herausforderungen bewältigen, ohne dabei Sicherheit und soziale Gerechtigkeit aus den Augen zu verlieren.

Die Haltung der Bundesregierung zu Abschiebungen und Grenzsicherheit bleibt unverändert. Um die Rückführungen nach Afghanistan fortzusetzen, seien Gespräche mit den Taliban unvermeidbar. Gleichzeitig halten die politischen Grabenkämpfe über Sozialleistungen und Migrationsreformen an – weitere Beratungen sind in den kommenden Wochen zu erwarten.

Quelle