ESG-Berichtspflicht kommt 2025 – wie SAP-Unternehmen mit Cloud-Tools die neuen Regeln meistern
Ludger RörrichtESG-Berichtspflicht kommt 2025 – wie SAP-Unternehmen mit Cloud-Tools die neuen Regeln meistern
Neue Vorschriften zur ESG-Berichterstattung treten in den nächsten zwei Jahren schrittweise in Kraft
Ab 2025 gelten für Großunternehmen verbindliche Anforderungen, während kleinere Firmen die Regeln bis 2026 umsetzen müssen. Die Änderungen erfolgen zu einer Zeit, in der Unternehmen zunehmend auf digitale Lösungen setzen, um ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu überwachen und Emissionen zu reduzieren.
Auf dem kürzlich abgehaltenen SAP Sustainability Day zeigte die starke Teilnahme das wachsende Interesse der Wirtschaft, diese Herausforderungen mit technologischen Ansätzen zu meistern.
Ab 2025 gelten die ESG-Berichtspflichten zunächst für Großunternehmen. Firmen mit mehr als 2.500 Mitarbeitenden, einem Jahresumsatz von über 40 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro müssen jährlich Berichte vorlegen. Diese dienen dem Nachweis der Einhaltung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialstandards.
Ab 2026 werden die Vorschriften auf kapitalmarktorientierte kleine und mittlere Unternehmen ausgeweitet. Betroffen sind Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten, einem Umsatz von mindestens 700.000 Euro oder einer Bilanzsumme von über 350.000 Euro. Sie müssen dann ihre CO₂-Emissionen und Nachhaltigkeitspraktiken dokumentieren.
Um Unternehmen bei der Erfüllung dieser Anforderungen zu unterstützen, hat SAP drei cloudbasierte Tools eingeführt: - SAP Sustainability Footprint Management erfasst den CO₂-Fußabdruck, - SAP Sustainability Control Tower überwacht den Fortschritt bei Nachhaltigkeitszielen, - SAP Sustainability Data Exchange ermöglicht den sicheren Austausch von Emissionsdaten entlang der Lieferkette.
Alle drei Lösungen lassen sich in SAP S/4HANA Cloud integrieren oder über die Business Technology Platform mit lokalen Systemen verbinden.
Ein weiterer Innovationsschwerpunkt ist Green Token by SAP, das Blockchain- und Digital-Twin-Technologie nutzt, um Rohstoffe in komplexen Lieferketten zurückzuverfolgen. Damit wird Transparenz für Materialien geschaffen, die sonst nur schwer nachverfolgbar sind. Zudem arbeitet SAP an der Finalisierung von Green Ledger, einer Lösung, die CO₂- und Finanzdaten in S/4HANA Cloud zusammenführt, um Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette zu messen.
Diese Tools sollen Unternehmen eine klare Übersicht über ihre Umweltauswirkungen geben. Durch die Identifizierung von Risiken und Ineffizienzen in Lieferketten können sie wirtschaftliche Aktivitäten mit Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringen und gleichzeitig regulatorische Vorgaben erfüllen.
Die schrittweise Einführung der ESG-Berichtspflicht wird Tausende Unternehmen dazu veranlassen, strengere Nachhaltigkeitsmaßnahmen umzusetzen. SAPs cloudbasierte Lösungen bieten ihnen die Möglichkeit, Emissionen zu erfassen, Daten zu verwalten und die neuen Vorschriften einzuhalten. Angesichts der bevorstehenden Meldefristen bereiten sich Unternehmen nun darauf vor, diese Systeme in ihre Abläufe zu integrieren.






