02 May 2026, 22:26

EU plant eigenen Nachrichtendienst – doch ohne Zusammenarbeit bleibt er wirkungslos

Eine Europa-Karte mit dem Logo der Europäischen Umweltbehörde in der linken oberen Ecke, die in verschiedenen Grüntönen schattiert ist, um die EU-Regionen anzuzeigen.

EU plant eigenen Nachrichtendienst – doch ohne Zusammenarbeit bleibt er wirkungslos

Die Europäische Kommission plant die Einrichtung eines eigenen Nachrichtendienstes. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Hinweisen aus Brüssel, wonach die EU derzeit nicht in der Lage ist, sich durch nachrichtendienstliche Operationen selbst zu schützen. Die Unterstützung für die Initiative wächst unter den großen politischen Gruppen.

Das Vorhaben stößt bei Schlüsselpersonen quer durch die Parteien auf Zustimmung. Roderich Kiesewetter, Sicherheitspolitiker der CDU, befürwortet die Schaffung einer EU-weiten Nachrichtendienst-Analyseeinheit. Er betonte, dass der neue Dienst über die bestehenden Analysekapazitäten hinaus praktischen Mehrwert bieten müsse.

Auch die SPD unterstützt den Plan nachdrücklich. Sebastian Fiedler, innenpolitischer Sprecher der Partei, wies darauf hin, dass der EU derzeit die Mittel fehlen, um ihre eigene Existenz durch nachrichtendienstliche Arbeit abzusichern.

Der Erfolg des neuen Rahmens hängt jedoch maßgeblich von der Zusammenarbeit ab. Die Mitgliedstaaten müssen bereit sein, kritische Informationen zu teilen, auszutauschen und zu vernetzen, damit das System effektiv funktionieren kann.

Die Forderung nach einem EU-Nachrichtendienst spiegelt die Sorgen über die aktuellen Fähigkeiten des Blocks wider. Sollte der Dienst umgesetzt werden, wäre er auf die aktive Mitwirkung aller Mitgliedsländer angewiesen. Die nächsten Schritte umfassen die Sicherung einer breiteren politischen Einigung sowie konkrete Zusagen zur Datenteilung.

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