Experte fordert Rückkehr des Baukindergelds – und lehnt SPD-Wohnungspläne ab
Ludger RörrichtExperte fordert Rückkehr des Baukindergelds – und lehnt SPD-Wohnungspläne ab
Der Wirtschaftswissenschaftler Matthias Günther hat die Bundesregierung aufgefordert, die Baukindergeld-Förderung für den Wohnungsneubau wieder einzuführen. Seiner Ansicht nach war das 2021 ausgelaufene Programm äußerst wirksam, um den Bau von Wohnraum anzukurbeln. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die jüngsten Wohnungsbaupläne der SPD auf Kritik stoßen.
Das Baukindergeld war eine staatliche Förderung, die Familien mit Kindern beim Kauf oder Bau eines Eigenheims unterstützen sollte. Günther betont, das Programm habe messbare Erfolge erzielt: Für jeden ausgegebenen Euro seien drei Euro an wirtschaftlicher Aktivität generiert worden. Seit dem schrittweisen Auslaufen vor drei Jahren verweist er immer wieder auf die positiven Effekte des Programms.
Günther lehnte zudem den SPD-Vorschlag ab, ein staatliches Wohnungsunternehmen mit privater Beteiligung zu gründen. Stattdessen schlug er vor, die Regierung solle ein bestehendes Unternehmen wie Vonovia übernehmen. Sein Alternativkonzept zielt darauf ab, die Komplexität zu vermeiden, die mit der Neugündung einer Behörde oder eines Unternehmens verbunden wäre.
Seine Aussagen spiegeln die wachsende Sorge über den Wohnungsmangel in Deutschland wider. Während die SPD auf ein gemischtwirtschaftliches Modell setzt, besteht Günther darauf, dass die Wiedereinführung des Baukindergelds eine schnellere und erprobtere Lösung wäre.
Günthers Vorschlag konzentriert sich darauf, eine Förderung wiederzubeleben, die einst den Wohnungsbau belebt hat. Gleichzeitig lehnt er die aktuelle Strategie der SPD ab und plädiert stattdessen für die Übernahme eines etablierten Unternehmens. Die Debatte zeigt die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten auf, wie die Wohnungsnot in Deutschland am besten gelöst werden kann.






