Fahrplan-Kürzungen bei der Ammertalbahn: Warum Metzingen betroffen ist
Ludger RörrichtFahrplan-Kürzungen bei der Ammertalbahn: Warum Metzingen betroffen ist
Geldmangel: Mehr Züge im Ermstal, weniger im Ammertal
Teaser: „Die Ermstalbahn fährt nicht auf Kosten der Ammertalbahn“, betonen Verantwortliche beider Strecken. Und das, obwohl Metzingen und Bad Urach bereits...
15. Dezember 2025, 15:43 Uhr
Die Ammertalbahn hat mehrere wichtige Verbindungen gestrichen, sodass Fahrgäste während der Hauptverkehrszeiten weniger Anschlüsse haben. Die Änderungen traten am Sonntag in Kraft und betreffen vor allem Fahrten am Morgen, Abend und in der Nacht. Als Grund für den ausgedünnten Fahrplan nennen die Verantwortlichen nicht technische Probleme, sondern fehlende Finanzmittel.
Bei der jüngsten Fahrplananpassung wurden insbesondere die Zusatzverbindungen zwischen Tübingen und Entringen in den Stoßzeiten gestrichen. Reisende müssen nun längere Wartezeiten in Kauf nehmen – vor allem in den frühen Morgenstunden und späten Abendstunden. Die Kürzungen folgen auf den Ausbau des Bahnhofs Metzingen outlet, der im Dezember 2023 abgeschlossen wurde und der Ammertalbahn zuvor eine eigenständigere Betriebsführung ermöglicht hatte.
Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung wird die Ammertalbahn vorerst mit einem reduzierten Angebot fahren. Die Einstellung der Verstärkerzüge in den Hauptverkehrszeiten unterstreicht den Bedarf an Landesmitteln oder Zuschüssen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Betroffene Passagiere sind nun auf alternative Verkehrsmittel angewiesen oder müssen längere Fahrzeiten hinnehmen.