Fast 10.000 unversteuerte Zigaretten: Reisende zahlt hohe Strafen am Flughafen Stuttgart
Gabor HethurFast 10.000 unversteuerte Zigaretten: Reisende zahlt hohe Strafen am Flughafen Stuttgart
Reisende am Flughafen Stuttgart muss hohe Strafen zahlen – fast 10.000 unversteuerte Zigaretten im Gepäck
Eine Reisende, die am Flughafen Stuttgart ankam, wurde mit empfindlichen Geldstrafen belegt, nachdem Zollbeamte in ihrem Gepäck knapp 10.000 unversteuerte Zigaretten entdeckt hatten. Die Frau, die aus Antalya in der Türkei eingereist war, hatte fälschlicherweise angenommen, sie dürfe unbegrenzt zollfreien Tabak in die EU einführen.
Der Vorfall ereignete sich, als Beamte den Koffer der Reisenden kontrollierten und dabei 48 Zigarettenpackungen mit insgesamt über 9.500 Stücken fanden. Nach EU-Vorschriften dürfen jedoch nur 200 Zigaretten zollfrei eingeführt werden – der Überschuss löste daher sofortige Abgaben in Höhe von 1.713,80 Euro aus.
Wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung wurde ein Verfahren gegen sie eingeleitet; zudem musste sie eine Sicherheitsleistung von 800 Euro für die zu erwartende Strafe hinterlegen. Die Behörden betonten, dass Unwissenheit über die gesetzlichen Bestimmungen keine Nichtbefolgung entschuldige.
Thomas Seemann, Sprecher des Hauptzollamts Stuttgart, riet Reisenden, sich vor dem Flug auf der offiziellen Website zoll.de über die Einfuhrbestimmungen zu informieren. Aktuelle Zahlen dazu, wie viele Passagiere 2023 oder 2024 an deutschen Flughäfen wegen ähnlicher Tabakverstöße aus der Türkei mit Sanktionen rechnen mussten, liegen nicht vor.
Neben den bereits gezahlten Abgaben droht der Reisenden nun zusätzlich ein Bußgeld. Der Fall unterstreicht, wie wichtig es ist, vor der Einfuhr von Waren in die EU die Zollvorschriften zu prüfen. Die Behörden setzen weiterhin strenge Grenzen bei Tabakimporten durch, um Steuerhinterziehung zu verhindern.






