24 April 2026, 04:31

FDP zerrissen: Kubickis Kurs in der AfD-Debatte spaltet die Partei

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt.

FDP zerrissen: Kubickis Kurs in der AfD-Debatte spaltet die Partei

Ein Führungsstreit in der Freien Demokratischen Partei (FDP) hat eine Debatte über den Kurs der Partei gegenüber rechtsextremen Strömungen ausgelöst. Der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Kubicki, der sich um den Spitzenposten bewirbt, lehnte Forderungen nach einer strikten "Brandmauer" gegen die Alternative für Deutschland (AfD) ab. Seine Äußerungen zogen scharfe Kritik eines weiteren hochrangigen Parteimitglieds auf sich, das vor einer Rechtsverschiebung warnte.

Kubicki machte deutlich, dass er seine Politik nicht anpassen werde, um die Zustimmung der AfD zu gewinnen. Gleichzeitig schloss er sowohl eine Koalition mit der Partei als auch deren Unterstützung aus. Dennoch sprach er sich gegen eine pauschale Ablehnung jeglichen Austauschs mit rechtsextremen Gruppen aus und plädierte stattdessen für eine Einzelfallprüfung.

Sein innerparteilicher Widersacher betonte, Liberale dürften niemals mit Rechtsextremisten zusammenarbeiten, deren Ideologie verharmlosen oder taktisch mit ihnen kooperieren. Eine weitere Rechtsentwicklung der FDP würde die Partei zerstören, argumentierte er. Stattdessen solle der Fokus darauf liegen, die politische Mitte zu stärken und liberale Werte zu verteidigen.

Historisch habe die FDP ihre Stärke stets aus der konsequenten Vertretung ihrer Prinzipien bezogen, so der Kritiker. Ein Abrücken von diesem Kurs gefährde die Zukunft der Partei.

Der Konflikt offenbart tiefe Gräben innerhalb der FDP darüber, wie mit dem Aufstieg rechtsextremer Kräfte umzugehen ist. Kubickis Bewerbung um den Vorsitz dreht sich nun um die Frage, ob die Partei eine klare Distanz zur AfD wahren oder eine flexiblere Haltung einnehmen soll. Das Ergebnis wird die Ausrichtung der FDP in den kommenden Jahren prägen.

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