FIFA in der Kritik: Millionen-Tickets für WM-Finale schockieren Politiker
Hans-Jürgen PeukertFIFA in der Kritik: Millionen-Tickets für WM-Finale schockieren Politiker
Deutsche Politiker haben FIFA wegen der exorbitant hohen Ticketpreise für das bevorstehende Finale der Fußball-Weltmeisterschaft scharf kritisiert. Auf der FIFA-Plattform wurden vier Weiterverkaufstickets für das Spiel zu je fast zwei Millionen Euro angeboten. Kritiker werfen der FIFA vor, mit diesen Preisen normale Fans auszuschließen und die Veranstaltung zu einer elitären Angelegenheit zu machen.
Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, bezeichnete die Preispolitik der FIFA als absurd. Sie warnte, dass solche horrend hohen Kosten das Turnier zu einer Veranstaltung nur für Wohlhabende machen. Özoğuz betonte, dass bezahlbare Tickets kaum noch zu finden seien und viele Anhänger dadurch keine Chance hätten, dabei zu sein.
Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, schloss sich der Kritik an. Er nannte die Millionenpreise beim Weiterverkauf "überzogen und nicht zu rechtfertigen". Mayer verwies darauf, dass der Fußball auf seine Fans angewiesen sei, und forderte die FIFA auf, bei der Preisgestaltung mehr Zurückhaltung zu zeigen.
Beide Politiker verlangten Konsequenzen. Özoğuz drängte die FIFA, die Ticketpreise zu senken, und erwartete vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), sich für einen faireren Zugang einzusetzen. Mayer unterstützte dies und rief den DFB auf, die Sorgen der Fans gegenüber der FIFA deutlich zu machen. Sie machten klar, dass diese Extrempreise aus dem Weiterverkaufsmarkt stammen und nicht aus dem ursprünglichen Ticketverkauf.
Die Debatte zeigt die wachsende Verärgerung über die Erschwinglichkeit von WM-Tickets. Die Politiker bestehen darauf, dass die FIFA ihre Preispolitik anpassen muss, um das Turnier für alle zugänglich zu halten. Ohne Änderungen, so ihre Warnung, würden viele treue Fans weiterhin vor den Stadien stehen bleiben.






