07 April 2026, 12:41

Freiburger Easy Apothecary-Filialen melden Insolvenz nach Pandemie-Verlusten an

Apothekenfront mit "The Generics Pharmacy"-Schriftzug, umgeben von Gebäuden, Strommasten, Fahrzeugen und einem klaren Himmel.

Freiburger Easy Apothecary-Filialen melden Insolvenz nach Pandemie-Verlusten an

Markus Vivell, ein 53-jähriger Apotheker, hat für seine beiden Easy Apothecary-Filialen in Freiburg Insolvenz angemeldet. Die einst profitablen Betriebe kämpften mit wachsenden Schulden und finanziellen Belastungen nach Jahren steigender Kosten und pandemiebedingter Verluste. Beide Standorte schlossen am 19. November 2022 ihre Türen.

Vivell hatte die erste Easy Apothecary 2010 am Freiburger Hauptbahnhof eröffnet. Unter seiner Führung gedieh die Apotheke zunächst. 2021 erweiterte er das Geschäft mit einer zweiten Filiale und wandte sich damit von der traditionellen Familienapotheke ab, um sich auf das Franchise zu konzentrieren.

Die Pandemie traf beide Standorte hart. Durch weniger Pendler und Touristen brachen die Kundenzahlen stark ein. Trotz eines gemeinsamen Jahresumsatzes von 7 bis 8 Millionen Euro kämpfte das Unternehmen mit "Altlasten" und hohen Zinsen. Vivell bezeichnete die Schulden als "sehr hoch, nicht nur 100.000 Euro" und räumte laufende Verhandlungen mit Großhändlern ein.

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Die Easy-Apothecary-Zentrale in Düsseldorf ist nun eingebunden und prüft mögliche Lösungen. Vivell steht zudem mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter in Kontakt, um die nächsten Schritte für seine Apotheken zu klären.

Die Schließung beider Filialen lässt die Zukunft von Easy Apothecary in Freiburg ungewiss erscheinen. Gespräche mit Gläubigern und Franchise-Unterstützungsteams laufen weiter, während Vivell an der Bewältigung der finanziellen Herausforderungen arbeitet. Das Ergebnis hängt von den Verhandlungen und möglichen Sanierungsplänen ab.

Quelle