Geldwäsche-Razzia erschüttert Pforzheimer Fußballverein mit Millionenbeträgen
Ludger RörrichtVerdacht auf Geldwäsche bei Fußballteam - Männer in Haft - Geldwäsche-Razzia erschüttert Pforzheimer Fußballverein mit Millionenbeträgen
Geldwäsche-Ermittlungen führen zu Festnahmen im Umfeld eines Pforzheimer Fußballvereins
Bei einer Razzia im Zusammenhang mit Geldwäsche sind zwei Männer festgenommen worden, die mit dem Fußballverein GU-Türkischer SV Pforzheim in Verbindung stehen. Die Behörden beschlagnahmten bei Durchsuchungen und Kontrollen am Flughafen große Bargeldsummen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Verein – es geht um Millionenbeträge aus verdächtigen Transaktionen.
Die Aktion begann mit zehn Durchsuchungen in Pforzheim, bei denen Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht wurden. Die Ermittler sicherten dabei rund 220.000 Euro in bar. Unabhängig davon wurden 29 Vereinsmitglieder am Flughafen Stuttgart kontrolliert, die etwa 215.000 Euro bei sich trugen.
Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehle gegen die beiden Hauptverdächtigen. Beide werden beschuldigt, seit 2022 Geld über Edelmetalle gewaschen zu haben. Das Duo soll demnach Metalle im Wert von mehreren Millionen Euro mit kriminellen Geldern erworben haben.
Die Behörden gehen davon aus, dass das am Flughafen beschlagnahmte Bargeld ins Ausland geschmuggelt werden sollte. Den Verdächtigen wird zudem vorgeworfen, Erlöse aus dem Verkauf von Edelmetallen illegal ins Ausland verlagert zu haben.
Die beiden Männer bleiben vorerst in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen fortgesetzt werden. Die Polizei prüft derzeit die Verbindungen zwischen dem Verein, den Beschuldigten und den sichergestellten Geldern. Der Fall umfasst Millionenbeträge aus Edelmetallgeschäften sowie grenzüberschreitende Bargeldbewegungen.