24 December 2025, 07:27

Gemeinsame Pressemitteilung: Stadt und Landkreis Ludwigsburg - Weg frei für zweites Frauenhaus in Ludwigsburg

Zwei Frauen stehen und sprechen, halten eine Abdeckung, mit einigen Menschen und Gegenständen im Hintergrund unter einem Dach und Gebäuden weiter hinten.

Gemeinsame Pressemitteilung: Stadt und Landkreis Ludwigsburg - Weg frei für zweites Frauenhaus in Ludwigsburg

Bis zum Frühjahr 2026 soll in Ludwigsburg ein zweites Frauen- und Kinderhaus seine Türen öffnen. Das Vorhaben ist das Ergebnis jahrelangen Engagements des Vereins Frauen für Frauen, der von Arezoo Shoaleh geleitet wird. Die Finanzierung steht nun durch eine Kombination aus Landes-, Kreis- und Stiftungsmitteln.

Das Land Baden-Württemberg stellt für das Projekt 2,8 Millionen Euro bereit. Diese Mittel decken die Sanierung, die Ausstattung sowie eine ermäßigte Miete für die neue Einrichtung. Zuvor hatte die Kommune das Grundstück vorgehalten, bis die Bewilligung der Landesförderung feststand.

Der Verein Frauen für Frauen beantragte eine kommunale Bürgschaft, um die Landesgelder freizuschalten. Die Stadt Ludwigsburg stimmte daraufhin der Kreditbürgschaft zu und sicherte so die finanzielle Absicherung. Der Landkreis steuerte zusätzlich 500.000 Euro bei, während der Verein über eine Stiftung die verbleibenden Kosten deckte. Die Wohnungsbau Ludwigsburg übernimmt die Bauleitung, während der Verein Frauen für Frauen nach Fertigstellung den Betrieb des Hauses verantwortet.

Die Einrichtung wird Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, akuten Schutz bieten. Zudem unterstützt sie Krisenintervention, Kinderschutzmaßnahmen und Initiativen zur Gleichberechtigung – in Einklang mit den nationalen und internationalen Standards der Istanbul-Konvention.

Die Eröffnung des Frauenhauses 2026 erweitert das lokale Hilfsangebot für Betroffene von häuslicher Gewalt. Mit Landesförderung, kommunaler Unterstützung und der fachlichen Trägerschaft durch Frauen für Frauen schließt das Projekt eine dringende Lücke in der sozialen Versorgung. Die Einrichtung wird eine zentrale Rolle beim Schutz gefährdeter Frauen und Kinder in der Region einnehmen.