GHD verkauft Logistiktochter Sangro und konzentriert sich auf Homecare-Kerngeschäft
Verena KramerGHD verkauft Logistiktochter Sangro und konzentriert sich auf Homecare-Kerngeschäft
Die GHD GesundHeits GmbH Deutschland hat ihre Logistiktochter Sangro an die Private-Equity-Gesellschaft Axcel verkauft. Der Deal markiert einen weiteren Schritt des Unternehmens zurück zu seinen Kerngeschäften im Bereich der häuslichen Pflege. Die in Erkrath ansässige Sangro war zuvor die am schnellsten wachsende Sparte von GHD und ein wichtiger Umsatzträger.
GHD, 1992 gegründet, befindet sich seit 2014 im Besitz des schwedischen Finanzinvestors Nordic Capital. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen schrittweise nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche abgestoßen. 2018 veräußerte es seine Sterilisationssparte an den Wettbewerber Zytoservice. Zuletzt verkaufte GHD die Berliner Tochter OTB, ein Gesundheitszentrum in Lindlar sowie Forlife, einen Spezialisten für Medizintechnik.
Der Verkauf von Sangro folgt dieser Strategie. Im vergangenen Jahr steuerte die Logistiktochter 263 Millionen Euro zum Gesamtumsatz von 546 Millionen Euro bei – fast die Hälfte der Unternehmensertrags. Trotz dieser starken Performance setzt GHD auf eine schlankere Struktur und konzentriert sich auf den Homecare-Bereich, der 2024 218 Millionen Euro erwirtschaftete.
Unter der neuen Eigentümerschaft wird Sangro weiterhin mit GHD zusammenarbeiten. Ein mehrjähriger Beschaffungs- und Kooperationsvertrag sichert die künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen.
Mit dem Verkauf von Sangro verstärkt GHD seinen Fokus auf den Homecare-Sektor. Der Unternehmensumsatz wird künftig stärker von dieser Sparte abhängen, die im vergangenen Jahr 218 Millionen Euro einbrachte. Gleichzeitig übernimmt Axcel eine Logistikeinheit, die einst fast die Hälfte des Gesamtumsatzes von GHD ausmachte.






